Hui – Der Countdown läuft, es ist ja schon Dezember oder Wie wär’s mit einem Adventskalender?

Hui – Der Countdown läuft, es ist ja schon Dezember oder Wie wär’s mit einem Adventskalender?

1. Dezember 2020 4 Von Winnie


Dezember
24.Tag

Heiligabend
Shutdown total und überall

Tag 24 von 24

5 Uhr. Schäckie Schan – Mein Fitnessdingens vibriert.
Ich hab den Wecker vergessen auszuschalten 🤦🏻‍♀️
Wie blöd.
Na, wenn ich schon mal wach bin,
kann ich mich ans letzte Kritzelbild wagen. Für den Kritzelkalender2020

Es ist Heiligabend.
Irgendwie magisch, dieser Tag.
Als stände die Zeit still.
Manchmal wünsche ich mir wirklich einen Weihnachtsmann.
Oder ein Christkind.
Halt irgend jemanden, der alles in Ordnung bringt.
Für eine kleine Weile. Oder für immer.
Jetzt hat er mich erwischt,
der Zauber der Weihnacht… hach 😊.

Genug geträumt.
Ich kuschele mich in meinem Sessel zusammen.
Schmöckere in meinem Thriller und schlürfe meinen Kaffee.
Mir geht es gut.
Ich bin entspannt.
Und das wünsche ich euch auch.
Entspannte Tage. Angefüllt mit Dingen, die ihr gern macht.
In diesem Jahr ist alles anders.
🎅 Happy Christmas 🤶

Dezember
23.Tag

Shutdown total und überall

Bild 23 von 24

Vorletzter Kritzeltag.
Ich bin ein bisschen froh.
Natürlich werde ich das morgendliche Ritual vermissen,
mich erst #mitdemblickderliebe im Spiegel zu betrachten,
die Gefühle aufs Papier zu bringen
und es dann im #kritzelkalender2020 zu posten.
Danke, liebe illute
Für diese Reise zu mir selbst.
Für diese aufregende #selbstliebechallenge
Es war spannend, aber auch ganz schön anstrengend.
Zweigeteilt ist auch (wie in jedem Jahr) meine Weihnachtsstimmung.
Das Fest der Liebe entlockt mir ein mildes Schmunzeln.
Aber ich verstehe alle Menschen, die es wichtig finden,
sich einmal im Jahr einen lebendigen Baum in die Hütte zu stellen
und sich mit der Familie zu treffen.
Traditionen sind wichtig.
Vor allem in diesem verkorksten Jahr
Ich mag meine Tradition, keine Traditionen zu haben 😁
Meine persönliche, kleine Freiheit.
Aber keine Sorge, ich klau euch Weihnachten nicht.
Ich halte es da wie Friedrich Schiller:
*Leben und leben lassen*
Genießt den Mittwoch 💛

Dezember
22.Tag

Shutdown total und überall

Tag 22 von 24

Seit 22 Tagen betrachte ich mich im Spiegel.

Jede Pore, jede Falte, jedes Fleckchen kenn ich. Ich mag meine Augen.
Eine frühere Freundin hat mal gesagt, meine Augen verraten,
wie ich mich fühle. So ganz unwahr ist das nicht.
Ich kann nicht mal SchwindelMax spielen. Weil meine Augen petzen.

Deshalb habe ich sie heute mal weggelassen.
Denn eigentlich rede ich mit dem ganzen Gesicht.
Wenn mir etwas unangenehm ist oder ich mich beobachte fühle
(so wie jetzt gerade von den Petzaugen)
grinse ich schief mit einseitig links hochgezogenem Mundwinkel.
Dort habe ich auch ein Grübchen. Linksseitig.
Das Grinsen soll signalisieren: Ich bin okay.
Auch wenn ich es nicht bin.
Klappt nur bedingt, stelle ich gerade fest.
Meine Nase ist knubbelig.
Ich habe mir noch nie Gedanken über meine Nase gemacht.
Sie ist einfach da.
Ich krause sie beim ständig an der Wurzel zusammen.
Hat ihr aber nicht geschadet. Sie ist faltenfrei.
Ein bisschen komisch sieht mein Kritzel- Ich schon aus, so ohne Augen.
Ich kritzle sie mal schnell noch. Extra.
Habt einen schönen *InzweitagenistWeihnachtenTag*.
Auch wenn es regnet 🌧️☂️ wie hier im Sonnenweg.

Dezember
21.Tag

Shutdown total und überall

Bild 21 von 24

Mein letzter FrühaufstehenmüssenMontag in diesem Jahr.
Das ist ein Grund für ein breites Grinsen.
Und Farbe, auch wenn es draußen noch dunkel ist.
Leere Straßen und auch im Bus sitzt außer mir nur der Fahrer.
Ich liebe diese morgendliche Stille im Dezember… eigentlich.
2020 schleicht sich eine leichte Beklemmung ein.
Keine GuteLauneBüdchen.
Keine Blinkerbeleuchtung.
Das fehlt. Sogar mir.
Aber ich bin Optimist.
Es kommt wieder 💫💛✨
Habt einen schönen Wochenstart.
Und denkt daran, egal was passiert, diese Worte sind magisch:
In dieser Woche ist Heiligabend ✨💫🎄🤶

Dezember
20.Tag

Sonntag – 4. Advent
Shutdown total und überall

Tag 20 von 24

Ich seh ein bisschen verpeilt aus heute morgen.
Ich bin so müde und trotzdem so wach.
Gespannt entspannt.
Kennt ihr das?

*
Dezemberträume

Spaziergänge durch die Dämmerung
die Welt ruht unter Eis und Reif
Stille spüren – kein Trubel drumherum
auf der Suche nach Gelassenheit
für die kommende Zeit

Besinnlichkeit am Kamin
bei Wärme und Behaglichkeit
durch den Kopf Erinnerungen fließen
ganz still in diesem Jahr
das Einander haben genießen
*

Ich wünsche euch einen wundervollen 4. Advent
🎶❤️✨🤶🎄

kritzelkalender 2020
mitdemblickderliebe
selbstliebechallenge

Dezember
19.Tag
Shutdown total und überall

Panik.
Stress.
Geht.
Wieder.
Entspannung.

Heute morgen bin ich panisch aufgewacht.
Mit dem *IrgendwasVergessen*- Gefühl.
Kennt ihr das?
So ein Zipfelchen Gedanke, auf dem steht:
„…hast du vergessen?“
und dir fällt partout nicht ein, was es sein könnte?
Dieses Gefühl jedenfalls.
Ich tigere durch die Wohnung.
Vielleicht hilft ja Kaffee?
Mein Blick fällt auf den Flurschrank.
BÄM – das wars:
DIE WEIHNACHTSPOST! LETZTER TAG FÜR DIE WEIHNACHTSPOST!
Ich wusste doch eigentlich schon vorher, dass ich das vergesse,
wenn ich es hier hin lege 🙄 Mist!

Ich rase ins Bad zum Zähne putzen, kämmen, in Klamotten schmeißen.
In den Flur, schnappe Mütze und MNS und
…halte inne. Setze mich wieder hin.
Es ist erst 6:30 Uhr!

Ich kann in aller Ruhe meinen Kaffee trinken.
Mich schön zaubern.
Mit dem Blick der Liebe in den Spiegel schauen.
Schnell ein Kritzel- Ich zu Papier bringen.
So wie ich gerade bin – mit Mütze und MNS.
Gehört in den Kritzelkalender 2020, finde ich.
Wenigstens ein Kritzel-Ich mit Mund-Nase-Schutz.

Das Dorflädchen mit dem Blauweißen Flügel- Shop hat bis 11:00 Uhr offen.
Und das mit dem roten Logo auf gelben Grund im Nachbardorf
sogar bis 16 Uhr.
Also genieße ich meinen zweiten Kaffee. Höre ein bisschen Musik.
Lese ein paar Seiten.
Schaue mir Videos auf Youtube an.
Von
illute
GwenCobain
Schwessi
Frau Pauli
Deine Cousine
Jackie
Pink
Udo Lindenberg

Öffne die Adventskalendertürchen von Nervling
Lass mir etwas Mut machen und vorlesen von Bea Reszat
aus ihrem Mutmachbuch für Träumer.

Mittlerweile alles Dinge , die ich in meine Selbstliebechallenge
integriert habe.
Einfach nur Zeit für mich
Besinnliche Vorweihnachtszeit a’la Winnie.

Es ist Samstag. Ich habe alle Zeit der Welt.

Auch wenn meine Post erst nach Weihnachten ankommt – Shit happens!
Ich bin ja nicht der Weihnachtsmann.
Ich möchte damit zeigen, dass ich an mir wichtige, liebe Menschen denke.
Und das – versprochen – mache ich das ganze Jahr.
Dafür brauch ich keine Deadline!

Und eigentlich mag ich euch alle. Und denke oft an euch.
Aber ich kann nicht allen schreiben. Dazu bin ich viel zu verpeilt.
Und eben nicht der WEIHNACHTSMANN.
Was ich in diesem Fall wirklich, wirklich schade finde.
Genießt euren Samstag, Ihr Lieben. Stressfrei und gesund!

Dezember
18.Tag
Shutdown total und überall

Bild 18 von 24

Freitag.
Das Ende der letzten vollständigen Arbeitswoche 2020.
Heute nehme ich den erstbesten Stift, der mir in die Finger fällt.
Einen Füller. Mit rosa Tinte.
Ich schaue ein bisschen vernebelt – wie ein Indianer
nach der Friedenspfeife.
Der neue Song von GwenCobain, der schon den ganzen Morgen rödelt, passt super zu meinem rosa Kritzel- Ich:
„Zuckerwatte auf und Matsch in meinem Kopf…“
Da fühle ich mich doch gleich nicht mehr so allein.
Dankeschön für diesen Song, liebe Gwen Cobain 🎵💛🎶
Hört da unbedingt mal rein 🎧
Ein bisschen Ablenkung von der aktuellen Lage tut nämlich gut.
Das tägliche Kritzeln gehört auch dazu.
Ein schönes Ritual, dieser Kritzelkalender2020 – super Idee,liebe illute

#mitdemblickderliebe
#selbsthilfechallenge

Ich wünsche euch einen entspannten Wochenendstart. Passt auf euch auf und bleibt gesund 💛

Dezember
17. Tag
Shutdown total und überall

Tag 17 von 24

Es ist Donnerstag.
Keine Nachrichten für mich heute.
Boykottiere ich einfach.
News- Cold Turkey, sozusagen.
Nachrichtenshutdown im Sonnenweg. So!
#mitdemblickderliebe schau ich mich an.
Teste verschiedene Grinsegrimassen.
Und kritzle mein neues Bildchen.
Heute ganz in Bunstiftbunt.
Ich habe die Bleistifte nicht gefunden 🤷‍♀️
Ich wünsche euch einen schönen Donnerstag.
Lasst euch nicht herunterziehen 💛
Therapie von Dr. Winnie:
Grinsegrimassen ziehen 🤪

Danke @illute_musik für diese geniale Idee mit dem #Kritzelkalender 2020

Dezember
16. Tag
Shutdown total und überall

Tag 16 von 24

Heute schaue ich nicht besonders hoffnungsvoll in den Spiegel.
Und eigentlich war es auch kein Spiegel.
Sondern ein Bach. In meinem Feenwald.

Beim Aufwachen hatte ich ein flaues Gefühl im Magen.
Ich hatte keine große Lust mich zu kritzeln.
Auf meinen üblichen Waldspaziergang irgendwie auch nicht.
Aber ich bin trotzdem los gelaufen.
Auf der kleinen Brücke habe ich dann eine gefühlte Ewigkeit
in unser Bächlein gestarrt.
Habe mich beobachtet. Mein Gesicht studiert. Meine ängstlichen Augen.
Ja, heute habe ich Angst.
Irgendwie will ich das nun doch mit euch teilen…also kritzelte ich los.
Auf der Brücke über den Bach.
Dann an der Haltestelle am vergessenen Weihnachtsmarkttisch.

#mitdemblickderliebe für die #selbstliebechallengeund den #kritzelkalender2020 von illute

Dann fiel mir mein unvollendetes Angstgedicht ein.
Angefangen habe ich es mit 15 oder 16.
Im Lauf der Jahre kam immer wieder etwas dazu.
Ich glaube, das wird wohl auch unvollendet bleiben…

*1987*
Angst-
die tief in mir sitzt
mich aufwachen lässt
zitterig, verschwitzt
– mitten in der Nacht

Angst –
lässt mich fragen:
Haben die recht,
wenn sie sagen,
Ich bin schlecht?

*1998*
Angst-
Habe ich versagt?
Nein.
Ich habe es geschafft.
Etwas aus mir gemacht!
Denn verantwortlich für mich
bin endlich nur noch ich!
Habe gelernt zu leben, zu lieben
und bin glücklich unzufrieden.

*2020*
Angst –
weil die Welt still steht
während sich mein Gedankenkarusell
viel zu wild weiter dreht.

Angst –
weil wir nicht an einem Strang ziehen
aus der Realität fliehen
uns nicht zuhören,
Träume zerstören.

Angst-
dass wir zu viel riskieren
und deshalb den Kampf verlieren


Das habe ich noch nie…niemals jemandem gezeigt.
Aber ich habe ja kein Monopol auf Angst.
Angst haben viele Menschen.
Angst hört nicht auf.
Man kann vor so vielen Dingen Angst haben.
Aber sie ist nicht so groß, wenn man sie teilt, finde ich.
Wenn man darüber spricht.
Und sich gegenseitig tröstet.

So langsam zieht doch wieder ein Lächeln über mein Gesicht.
Weil mir gerade einfällt, dass ich die Angst bisher immer besiegt habe.
Wie in einer Telenovela
(das sind doch die Fernsehdinger, die nie enden, oder?)
Am Ende war die Angst ganz klein und ich die Heldin.
Das ist doch irgendwie tröstlich!
Habt einen schönen Mittwoch 💛
und bleibt positiv in euren Gedanken
und negativ beim Coronatest!


Dezember
15. Tag
Lockdown total in Sachsen

Ankündigung Lockdown total und überall

Tag 15 von 24

Heute morgen bin ich aufgewacht und hatte diesen Spruch im Kopf.
Einfach so. Wie eine Leuchtreklame.
Mein Kritzel – Ich heute also ganz in bunt.

Für den #kritzelkalender2020 von illute
#selbstliebechallenge
#mitdemblickderliebe

Dementsprechend war auch mein Spiegelblick.
Intensiv und blinkernd:
Ich müsste mal wieder Haare schneiden und nachcolorieren.
Die Fingernägel anmalern.
Komische Gedanken kommen und gehen,
wenn man so am frühen Morgen vor sich hin kritzelt.
Ich überlege, wann das angefangen hat, mit der Farbe und…
Seit wann habe ich eigentlich unabgekaute Fingernägel?!

Als ich im März ins Homeoffice ging, habe ich mir die Haare blondiert
(und fast vom Kopf gebrannt mit 30 %iger Blondierung).
Dann versucht, sie lila zu färben.
*Versucht* deshalb, weil sie grün und blau wurden.
Ich experimentierte weiter. Was kann schon passieren?
Mich sieht ja keiner hier im Homeofficekabuff.
Wenn ich doch mal raus muss, setze ich Mütze auf.
Oder Fahrradhelm.
Nach ein paar Versuchen klappte es mit Lila.
Leuchtend Lila!

Irgendwann im Mai lächelte mich der DHL- Bote an:
„Sie haben aber leuchtend bunte Haare. Da bekomme ich
sofort gute Laune.“
Ich hatte gleich auch gute Laune. So aus Solidarität.
Und seitdem die Haare bunt. Lila, pink oder blau.

Jetzt im Winter kommen bunte Stulpen an Armen und Beinen dazu,
und regenbogenfarbene Mützen.
Mehrere gebatikte MNS.
Ich glaube, ich bin in der falschen Zeit geboren.
Mit meiner Vorliebe für Peacezeichen, bunte Klamotten
und matschige Waldwege wäre ich doch das perfekte Blumenkind.
Auf dem Woodstockfestival. Mit Janis Joplin Piece of my heart kreischen. Im Matsch baden.
Aber wenn sich das Leben als Schwarz / Weiß – Film abspielt,
muss doch irgend jemand der bunte Punkt im Hintergrund sein.
Warum also nicht Ich?
Seit voriger Woche nun
habe ich eine Manie gegen die andere getauscht.
Statt Netflix schauen und essen – schlendere, laufe und schleiche ich
durch die Gegend.
Ein bisschen animiert von Schwessi’s Song: Spazierengehen
Oder von diesem süßen, britischen Opi, der für Spenden lief.

Ich suche nach Farben. Jeden Tag woanders.
Jeden Tag ein bisschen weiter weg.
Und finde Farben und auch MICH jeden Tag ein bisschen wieder:
*Weil Leben das ist mit der Freude und den Farben, nicht das mit dem Ärger und grau.*
Ihr Lieben, ich weiß wie schwer es für manche ist.
Ich bin mit dem Herzen bei euch.
Versuche irgendwie ein bisschen Farbe
in den Schwarz-Weiß- Film Corona zu bringen.
Und vielleicht bekommt ihr auch ein bisschen gute Laune,
wie der DHL- Bote.
Oder einfach ein bisschen Hoffnung,
dass auch der größte Scheiß mal vorbei geht
(singt Udo Lindenberg, und der hatte
– jedenfalls in meiner Winnie-Welt –
bisher immer recht!)

Dezember
14. Tag
Lockdown total in Sachsen

Bild 14 von 24

Kopfstreamen
Wegbeamen
Ausblenden
Nicht nachdenken
Einigeln
Gesicht spiegeln
Aufkritzeln
übers Ergebnis witzeln

Habt ihr schon mal unter dem
#kritzelkalender2020 von illute
die Bilder angeschaut?
Wow. Da sind richtige Kunstwerke dabei.
Kreiert mit Pinsel, Buntstiften, Wachsmalkreiden…

Ich habe nur Füller und Bleistifte. Kugelschreiber.
Und die vergessenen Buntstifte vom Freyerlein.

Anfangs hab ich mich ganz schön schwer getan.
Mit dem in den Spiegel gucken.
Auch wenn ich mich nur kritzeln will, muss ich doch genau hinschauen.
Ich bin nicht sehr geduldig.
Und mein Gekritzeltes sah so stümperhaft aus.
Nie wie ich mich sah. Oder wie ich mich kritzeln wollte.
Ich hab mich geärgert. Getobt. Ständig neu angefangen.
Inmitten von zerknülltem Papier fragte ich mich:
Warum klappt das bei mir denn nicht mit der
Augen – Hand – Koornidation?!

Weil es darum gar nicht geht. Um fotografisches Zeichnen.
Es geht um Gefühle.
Meine Gefühle für mich selbst.
Deshalb ja auch #selbstliebechallenge.
Ganz einfach.
Und weil ich ich bin, sieht mein Kritzel – Ich jeden Tag anders aus.
Weil ich jeden Tag anders fühle.
Wenn ich mich und meine Kritzeleien also #mitdemblickderliebe betrachte, finde ich sie doch ganz toll.
Und meistens bin ich total überrascht vom Ergebnis 🤩
Das bin ich!

Heute heißt mein Motto: Music on – World off

Ich wünsche euch einen guten Start in die letzte
vollständige Arbeitswoche des Jahres 2020.
Bleibt gesund und passt auf euch auf.
Und ganz viel Kraft für die nächsten Wochen 💛
Hugs for free
von Winnie

Dezember
13. Tag
Lockdown light verschärft
Beschluß Lockdown total in Sachsen

Bild 13 von 24

Heute kuschele ich mich auf der Couch zusammen und lese.
Mit geputzen Zähnen und verwuschelten Haaren.
Ich suche nach dem Sinn des Lebens.
Oder auch nur nach Entspannung… Sonntag halt!

*Wohin verschwinden Träume, wenn wir aufwachen?
Ist der Witz aufgebraucht, wenn wir drüber lachen?
Wo bleiben unsere Erinnerungen,
wenn wir nicht mehr hier sind?
In welchem Buch stehen die Antworten drin?

Verlieren wir den Mut, wenn wir uns etwas trauen?
Ist es Diebstahl, wenn wir uns gegenseitig die Herzen klauen?
Wenn ich die Augen schließe, bin ich dann unsichtbar?
Wenn ich heute lüge, ist es dann morgen vielleicht wahr?
Hat wirklich alles einen Sinn?
In welchem Buch stehen die Antworten drin?

Ich bin auf der Suche
nach der Menschin,
die ich wirklich bin.
Es gibt so viele Bücher,
doch gibt es auch eins,
ein EINZIG wahres,
mit der richtigen Antwort darin?*

Und jetzt kommt mir nicht mit der Bibel, ich bin ein Heidenkind 😉

Ich wünsche euch einen couching-gemütlichen 3.Advent!
☮️💛🌟☯️

Dezember
12. Tag
Lockdown light verschärft
Beschluß Lockdown total in Sachsen

Bild 12 von 24

Heute habe ich mal etwas Neues
für den Kritzelkalender2020 von illute ausprobiert.
Ich habe mich draußen vorgekritzelt und zu Hause nachcoloriert 😉

Eigentlich wollte ich durch unseren magischen Feenwald spazieren.
Aber das mache ich jeden Morgen.
Also habe ich mich kurzfristig für einen Ausflug
mit Seppl (meinem panikgrünen Mountainbike) entschieden.
Auf dem Fahrrad bin ich immer ich.
Ohne wenn und aber.
Ich liebe es, die Kälte im Gesicht zu spüren. Den Fahrtwind, der durch meine Haare pustet.
Ich fühle mich einfach nur…frei 💛

Dezember
11. Tag
Lockdown light verschärft
Beschluß Lockdown total in Sachsen

Bild 11 von 24

Freitag. Ich wache 4:30 Uhr auf.
Mist! Und nun? Zum Aufstehen ist es viel zu früh! Selbst für mich!
Da fällt mir ein… Der Briefkasten. Ich habe gestern vergessen, in den Briefkasten zu schauen 🥺

Das muss ich sofort nachholen!

Ich liebe es, den Briefkasten zu leeren. Ist albern, werdet ihr jetzt denken.
Aber ich empfinde da immer so eine kribbelige Vorfreude.
Deshalb überlässt der LieblingsIngo mir diese verantwortungsvolle Aufgabe.

Ich schlappe barfuss zum Briefkasten. 04:55 Uhr. Im Schlafanzug. Durch den dunklen Hauflur.
Ganz leise versuche ich den Briefkasten zu öffnen. Und finde…

Eine Postkarte. Aus FLORIDA. Juchu, aus Florida!
Wow. Selbst in Krisenzeiten schaffen es die Postkarten bis zu mir.
Aus den USA. Ich bin hin und weg. Und freue mich. Ganz leise, so aus dem Herz heraus. Ich stehe ja immer noch zitternd im Hausflur. Barfuß. Im Schlafanzug.

Danke, liebe Raffaela. Grüß mir Mickey und Michael.
Ihr seid heute meine Helden.
The Chambers Family, meine Freitagsretter!

Ich habe ja hier schon mal über meine Leidenschaft für diese kleinen, bunten Pappdinger berichtet.

Nun sitze ich also da, mit meiner ersten Tasse Kaffee, freue mich und träume mich weg.

Wie früher, als ich 10 war und eine Postkarte aus New York bekam.
Von einer Westgroßtante. Heimlich gesendet über meine Oma.
Damals beschloss ich  – irgendwann, irgendwie  – nach New York zu reisen.
Auch wenn ich dafür über die bescheuerte Mauer klettern muss.
Oder durch die Ostsee schwimmen.
(Einen Fluchtweg zeichnete ich in meinen nagelneuen Atlas ein.
Ziel war eigentlich Dallas. Über New York. Soweit auseinander kann das ja nicht sein, dachte ich mir.
Nach dem New York- Trip  wollte ich mich von J.R. Ewing adoptieren lassen.
Der war mein Held in der heimlich geschauten Serie.
Ich hatte es nicht so mit der Realität.
Alles im Fernsehen und in Büchern glaubte ich. Sogar sprechende Tiere erschienen mir logisch!
Das musste doch einfach echt sein!
Sonst hätte man doch einen Trickfilm aus der Geschichte gemacht.
Trickfilme waren nämlich nicht echt! Das wusste schließlich jeder!)

Die Mauer ist weg, in New York war ich bisher trotzdem nicht.
In Dallas auch nicht.  Reizt mich jetzt, 38 Jahre später, auch gar nicht mehr unbedingt.

New Orleans würde ich gern sehen. Wegen der Geschichte und der Musik.
Oder eben Florida. Sonnenschein. Strand. Meer. Sümpfe. Krokodile. Natur.

Hach, mir wird ganz vorfreudig kribbelig zumute. Ich freue mich auf die NachCoronaZeit.
Wenn ich wieder darf, wie ich will und es nicht schaffe, weil ich viel zu viele Träume habe.
Aber Träumen ist auch schön.

Deshalb habe ich heute versucht genau dieses Träumergesicht einzufangen, das mir aus dem Spiegel #mitdemblickderliebe entgegen schaut.
Für den #Kritzelkalender2020 von illute

Meine morgenritualische #selbstliebechallenge

Ihr Lieben, ich wünsche euch einen wunderschönen Start ins Wochenende.
Träumt euch doch auch mal aus dem Alltag. Das hilft ein kleines bisschen gegen den Coronablues.

Mir jedenfalls.


Dezember
10. Tag
Lockdown light verschärft
Beschluß Lockdown total in Sachsen

Bild 10 von 24

*
Jedes Gedicht
das jemand dir schreibt
tief in deinem Herzen bleibt

Jedes Wort
das dir jemand sagt
tut dir so gut
weil er dich mag

Jedes Bild
das dir jemand malt
in deinen Augen bunt erstrahlt

Jedes Lied
das dir jemand singt
in deinen Ohren fröhlich klingt

Jeder Augenblick
ein winziges Stück
von deinem Glück
*

Heute habe ich mal nicht gleich nach dem Aufwachen losgekritzelt.
Und prompt hab ich das Ding mit dem Lächeln in Echt
und auf dem Papier hinbekommen.
Ich bin stolz auf mich. Und glücklich.
Ich erkenne mich von Tag zu Tag besser 😁
Danke, liebe illute für die Idee mit dem #kritzelkalender2020
Die #selbstliebechallenge ist eine große Herausforderung,
aber sie macht Spaß.
Ich schaue mich mittlerweile gern mit dem #blickderliebe an.

Dezember
9. Tag

Lockdown light verschärft
Ankündigung Lockdown total in Sachsen

Tag 9 von 24

Wie fühle ich mich heute?
Der Blick in den Spiegel verrät nichts Greifbares.
Es geht halt. Nicht gut. Nicht schlecht.
Irgendwie durcheinander:

verwirrt
ratlos
unmotiviert
vorgenervt
…ja…
vorgenervt trifft es genau.
Gibt es das? Genervt sein, bevor der Grund dafür losgeht?

Komischerweise bekomme ich das GefühleinfangsZeichnen
mit nicht so tollen Gefühlen viel besser hin
als mit den guten und lustigen…
Dabei mag ich mich am allerliebsten sorglos lachend.
Na, morgen vielleicht 🤷‍♀️

Ich schicke euch mit einem grinchigen Spruch aus
meinem neuen Pechkekskalender*
(*Türchenöffnungsdingens No. 6,
weil der vom Schweden
in einem FFF
– FastenFrustFressanfall –
ganz und gar geleert wurde.
da war wohl meine dunkle Seite am Werk )
in den Wochenteiler:
„Bei deinem Anblick fangen sogar Zwiebeln an zu weinen.“

Ha, jetzt muss ich doch lachen!
Ihr Lieben, bleibt optimistisch.

Wie der Udo schon singt:
„Auch der härteste Scheiß geht irgendwann vorbei!“

Von ganz unten geht es schließlich nur noch hinauf ❤️





Dezember
8. Tag

Lockdown light verschärft

Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist IMG_20201208_110423-756x1024.jpg

Bild 8 von 24
für den #Kritzelkalender2020.
Danke Illute für diese wunderbare Idee.

Heute fühle ich mich punkig hibbielich.
Ihr wisst nicht, was das ist?
Ich auch nicht.
Jedenfalls nicht genau.
Irgendwas zwischen Buntstiften und schwarzem Edding.
Zwischen wütig und amüsiert.
Zwischen Blümchen und bunten Haaren.
Zwischen Peace und Anarchy.
Jedenfalls ist sich punkig hippielich fühlen eher gut als schlecht.
Wollt ihr mehr wissen?
Dann mal los, hier ist es das Gespräch mit den Hinterhofexperten:

Neulich im Hinterhof…
waren mal wieder alle versammelt.
Um eine Feuerschale Mit Abstand natürlich.

Jannis-Hannes- Hans kommt jubelnd angehoppst:
„Bist du eine Punkerin?!“
Hääh?
Wie kommt der Bengel denn auf sowas?
Schließlich ist er erst *5beimnächstenGeburtstag6*

„Die Emilia hat gesagt…!“

Klar. Die Emilia.
Seine neunjährige Schwester.
Gegen Emilia kommt keiner an.
Große Schwestern sind allwissend.
Und das weiß ich deshalb so genau, weil ich auch eine bin.
Eine allwissende, große Schwester.

„EMILIA! DIE SAGT, SIE IS KEENE PUNKERIN!“
kreischt Jannis- Hannes- Hans in Richtung Feuerschale.

Emilia kommt sichtlich genervt angeschlendert.
„Aber du hast bunte Haare und so. Das ham Punkerinnen doch.
Hat mein Papa auch gesagt?! „

Das ist Papa aber nun mächtig peinlich.
Ich muss lachen.
Warum ist es Eltern eigentlich immer peinlich,
wenn Kinder Gehörtes zum Besten geben?

“ Ich weiß gar nicht so richtig, was eine Punkerin eigentlich macht.“ antworte ich auf Jannis- Hannes- Hans’s Ursprungsfrage.

Gibt es überhaupt noch richtige Punks?
Selbst die Toten Hosen sind mittlerweile ziemlich zahm in Text und Ton.

“ Ich bin eher ein Hippie.
So mit Peacezeichen, Blümchenwiese und alle haben sich lieb“
versuche ich mich zu erklären.

„Was is“’n ein Hibbi? „

Jannis-Hannes-Hans drückt mir einen Becher heiße Schokolade in die Hand und grinst dann: “ Wir ham auch Moarschmällofs“

Als wir nun so unsere Schokolade mit *Moarschmällofs* schlürfen
und ins Feuer starren, fühle ich mich so richtig wohl.
Fehlt nur noch die passende Musik, denk ich mir, und fange an zu summen.
„Oh, das Wunderlied, das kenn ich!“ Emilia fängt an zu singen.

„Jetzt weiß ich es!“ ruft der Jannis-Hannes-Hans plötzlich:
„Die Winnie ist punkig hibbielich mit bunten Haaren.“
Genau.
So fühlt es sich an, ich zu sein!

Einen schönen Dienstag wünsche ich euch 💛

Dezember
7. Tag

Lockdown light verschärft

Traurig

Es gibt so viele Lebensabschnitte.
In jedem treffen wir Menschen, die uns ein Stück begleiten.
Mit ihnen erleben wir Abenteuer. Wir lachen gemeinsam.
Und dann ziehen wir in verschiedene Richtungen weiter und verlieren uns aus den Augen.
Die Zeit war schön, doch sie ist vorbei. Es bleiben die Erinnerungen an Momente und Augenblicke.
Aus Freunden, die man täglich sah, werden Bekannte, die man zufällig trifft.
Und irgendwann sind sie Erinnerungen auf Facebook. So ist das Leben.

Bei jeder dieser Erinnerung nehme ich mir vor, mich mal wieder zu melden, um es im Alltag doch wieder zu vergessen.
Wie schnell ist dahin gesagt:
„Lass uns doch mal wieder einen Kaffee trinken… „

Und plötzlich…ist die Chance vorbei:

Liebe S, du warst etwas Besonderes.
Bei dir hab ich mich ausgeheult. Wir haben geredet. Stundenlang.
Wir haben uns zusammen die Nächte um die Ohren geschlagen.
Mit Horrorfilmen. Videospielen. Brettspielen.
Manchmal war ich die Babysitterin deiner Kids.
Du hast mich ins Krankenhaus gefahren, als sich das Freyerlein ankündigte.

Mein Buch hast du als Allererste (und fast als einzige) gekauft.
Wenn ich dich brauchte, warst du da. Wie eine große Schwester.
Wir hatten eine megacoole Zeit. Dann trennten sich unsere Wege.
Du wohntest nicht mehr 8 Etagen über mir, sondern 3 Stadtteile entfernt.
Immer wenn wir uns zufällig trafen, tauschten wir Handynummern aus.
Wir versprachen, uns mal zu treffen. Doch es blieb beim Versprechen.

Nun ist es zu spät.
Gestern las ich eine kurze Meldung auf deiner Facebook- Seite.
Du bist weg. Schon ein ganzes Weilchen. Und ich habe es nicht einmal bemerkt. 😔

Dabei dachten wir doch, wir hätten alle Zeit der Welt.
Ich werde dich nie vergessen 💛 Versprochen!

Dezember
6. Tag

Nikolaus
Lockdown light verschärft

„Lasst uns froho uhund munter sein… 🎶

Hui… Heute bin ich aus dem Bett gehüpft.
Wie vor 43 Jahren als Fünfjährige – zahnlückig grinsend und das Bäuchlein voll kribbelnder Vorfreude.
Ich weiß nicht, wie das geht,
aber dieses Vorfreudegefühl habe ich
in mein Erwachsenenleben rüber gerettet.
Ich springe also barfuß zum Schuhregal und…

Er war da!
Der Nikolaus!

Ich mag nicht, was wir aus dem Dezember machen.
Dieser Stress, diese Hektik, die Geschenkeflut.
Aber Jammern hilft nicht.
Deshalb versuche ich, mich NICHT von diesem
StressStrudel herum wirbeln zu lassen.
Statt im Einkaufscenter, gehe ich im Wald spazieren.
Verstecke mich jeden Tag für eine halbe Stunde in der Stille der Natur.
Wie der Grinch in seiner Höhle.

Im Spiegel habe ich heute in die glitzernden Vorfreudeaugen
der kleinen Winnie geschaut.
Und witzigerweise habe ich mich kritzelig ganz gut getroffen.
Auch ohne lila Haare erkenne ich mich sofort.
Am verschmitzten Grinsen 😁
Happy Nikolaus und lucky 2. Advent.
Genießt Plätzchen und Schoki.
Und erfreut euch nach einem Adventsspaziergang
mit einer Tasse Lieblingsweihnachtsgetränk
im Kerzenschimmerlicht.
☯️⭐🌲🌟🎶💛☮️
#kritzelkalender2020
#selbstliebechallenge
#mitdemblickderliebe
illute

Dezember
5. Tag

Samstag
Lockdown light verschärft

Wochenende. Ich bin entspannt.
Deshalb habe ich heute mal versucht, so richtig schön zu kritzeln.
Hat aber nicht wirklich funktioniert.
Zum Glück habe ich lila Haare.
Da ist wenigstens ein klitzekleines bisschen Winnie
auf dem Bild zu erkennen 😂

samstags…

wenn mir langweilig ist
lass ich die Gedanken schweifen
auf den großen Wellen treiben
im Meer der Fantasie
so weit wie sonst nie

wenn ich traurig bin
lass ich die Tränen laufen
fang sie auf in Traufen
magisches Glitzern
mit bunten Spritzern

wenn ich ängstlich bin
halt ich die Augen geschlossen
unverdrossen
bis die Monster sich winden
und verschwinden

wenn ich fröhlich bin
lass ich mein Gesicht
verrückte Grimassen machen
bis sich alle kringeln
vor Lachen

allein unter Menschen
gefesselt losgelöst
wach vor sich hingedöst
pflichtbewusst unbeschwert
kreativ in sich gekehrt
Gefühle in die Welt lassen
klare Gedanken fassen

Dezember
4. Tag
Lockdown light verschärft

Bild 4 von 24

Heute ist Freitag…
und ich fühle mich kränklich beim Aufwachen. Schlapp. Die Nase dicht.
Blitze im Kopf. Eingeschränktes Sichtfeld
(obwohl… das mit der Sicht kann auch an der Uhrzeit liegen).
Toll! Leichte Panik macht sich breit.
Ich werde doch wohl nicht krank werden?!
Wie läuft das denn gerade ab…
Muss ich mit ’nem Schnuppen nun zwingend zum Arzt?
Ich rolle mich aus den warmen Bett und schleiche ins Bad.
Ein Blick in den Spiegel…
oh weh…vielleicht sollte ich doch lieber wieder zurück ins Bett schleichen!
Ich schaue mich genau an.
Überlege mir,
wie ich mein desolates äußeres und mein heulendes inneres Ich
mit ohne Talent zusammen in Szene kritzele.
Für den Kritzelkalender 2020 von Illute
Mein neues Morgenritual.

Ich starre und starre… Ich habe schöne Augen.
Hab ich noch nie bemerkt. Grau und grün. Glänzend. Gefällt mir!

Nicht mehr ganz so schlapp schlurfe ich in Richtung Küche.
und kippe Zitronensaft in den Kaffee. Das soll helfen.
Macht es…mein Kopf schwirbelt nicht mehr so doll.
Auf dem Tisch tanzt und leuchtet mein Handy.
Es erinnert mich an den NewMusicFriday mit den neuen Songs.
Von Deine Cousine und Frau Pauli
Bei letzterer sogar mit Video.
Gemütlich kuschele ich mich mit dem BähZitronenKaffee in meinen Sessel
und höre mir den ersten Song an…
Wow, der ist cool, laut und lustig…kurzer Klick,
ab in die Playlist mit meinem neuen Weihnachts-Hit!
Dann schicke ich das Video an mein Fenster zur Welt:

„BILLIGE GEFÜHLE sind gelb. BILLIGE GEFÜHLE tanzen nackt vorm Spiegel nach einer Trennung, weil sie wissen, was der/die* andere verpasst hat.“ (Zitat Frau Pauli)

Es ist so toll. Ich bewundere die Kreativität und diesen Elan,
immer das Beste aus allem zu machen.
Während ich noch am Boden hockend Trübsal blase
und nix mehr übrig ist vom anfänglichen *JetzthabeichjaZeitfür…Elan*,
näht und singt Frau Pauli.
Macht neue Songs.
Videos.
Crowdfunding.
Das macht mir Hoffnung. Und Mut.
Vielleicht schaffe ich ja auch, endlich mal anzufangen.
Jedenfalls bin ich auch von diesem Song und dem Video hin und weg.
Die Kopfschmerzen übrigens auch. Hurra!

Zeit los zu gehen. Draußen glitzert Regen auf der Straße.
Nach dem ersten Schritt sitze ich auf derselbigen und stelle fest:
Es ist nicht der Regen, der glitzert. Blitzeis! Autsch!

Ich surfe vorsichtig ein paar Schritte. Hey, das ist lustig!
So ist also Michael Jacksons Moonwalk entstanden.
Ich lache und schliddere gekonnt eine Püroette
(oder wie auch immer diese Drehung heißt), da hupt es laut.
Direkt hinter mir. Auf dem Fussweg.
‚Ahhhh…Was soll das?!‘
Es ist nur der Salzstreuer! In seinem MiniSalzspritzauto.
Er winkt lachend und zeigt den Daumen nach oben.
Kurz überlege ich, ob mir das jetzt peinlich sein sollte.
Ach, nööö…

Ich laufe durch den Wald, über die Wiese und genieße.
Die Ruhe. Die Kälte.
Das entspannt total.
Auch wenn ich schon wieder unkontrolliert herum rutsche.
Diesmal durch den Waldmatsch.

Im Bus sitzend stelle fest:
Jetzt geht es mir gut.
Heute ist Freitag.
Wochenende!
Kommt gut und heil hinein  😘 

Dezember
3.Tag
Lockdown light verschärft

Ihr macht die Welt für mich bunt
mit euren Texten, eurer Musik.
Ihr führt mich fort vom Abgrund
Verbannt aus meinem Leben die Melancholie
mit schönen Worten und Melodien
Das ist reine Magie!
Ich tanze
bis der Glücksstaub durch die Luft fliegt
bis die Sorgen verschwinden
und die Hoffnung überwiegt.



Was sehe ich, wenn ich morgens in den Spiegel schaue?
Erst einmal nichts. Dann mich.
Was spüre ich, wenn ich morgens in den Spiegel schaue?
Erst einmal nichts. Dann alles auf einmal.
Freude. Glück. Mut. Trauer. Wut.
Meine Augen fangen an zu glitzern.
Das ist der Moment, in dem ich glaube.
An mich. Daran, alles zu schaffen.
An uns. Daran, alles gemeinsam zu schaffen.
Das ist der Moment, in dem ich wünschte,
singen und komponieren zu können.
Ich möchte meine Reime und Gedichte in tolle Melodien packen
und in die Welt hinaus fliegen lassen.

Aber… ihr ahnt es schon: Das kann ich nicht.
Ich kann nicht mal Noten lesen.
Dafür male ich schöne Notenschlüssel.
Hat ein Musiklehrer mal vor 35 Jahren angemerkt.
Dabei belasse ich es auch. Beim Notenschlüssel malen.

Mein 3. Bildchen zeigt mich fröhlich tanzend an der Bushaltestelle.
Um mich herum fliegen Notenschlüssel. Noten. Herzchen. Gemalte Musik.
Ich kann nicht still stehen, wenn ich Kopfhörer auf die Ohren stülpe und die Musik beginnt. Egal wo ich bin.
Und gleichzeitig möchte ich mit diesem Bildchen meine Dankbarkeit in die Welt pusten.
An die, die nicht nur Notenschlüssel malen können,
sondern auch seine Bedeutung kennen.
An die, die Worte mit Noten verzieren und sie mit einer Melodie leicht
und bunt durch die Luft schweben lassen.
Also an die unter euch, die meine Playlists füllen.
Ihr tragt mich mit eurer Musik durch den Tag.
Manche von euch berühren mich mit einem Song,
andere wieder mit einer ganzen Pladde.
Und bei manchen finde ich mich in einfach allen Songs wieder.

Wenn ich eure Musik höre, blende ich alles um mich herum aus.
Ich merke nicht, wenn die Salztröpfchen kullern.
Wenn ein leuchtendes Lächeln über mein Gesicht zieht.
Ich spüre nicht, wie mein Kopf wippt
Dass ich tanzend an der Bushaltestelle hin und her springe.
Wenn ich Musik höre, habe ich keine Angst. Keine Sorgen.
Ich fühle mich verbunden. Mit mir selbst. Mit euch. Mit der Welt.
Ihr seid seelenrelevant!


Dezember
2.Tag
Lockdown light verschärft

Bild Nummer 2
Nachdenklich – glücklicher Winniekopf


Schlaflos – mal wieder
die Gedanken vermischen sich
zu traurigen Liedern
Chaos im Kopf

Angst und Sorgen
verdunkeln die Freude auf morgen
kein erhellender Lichtblick
bringt mir das Vergangene zurück
Leere im Kopf

Bunte Gedanken
wie ein Schwarm aus Schmetterlingen
die Schwärze einfach niederringen
Blütenregen im Kopf

Wer mir auf Facebook und Instagram folgt, erinnert sich bestimmt
noch an mein Monatskarten-Drama vom Montag?
Alle anderen können die Geschichte gern hier oder hier nachlesen.

Gestern also musste ich mich um meine nicht funktionierende Abokarte der Verkehrsbetriebe kümmern.
Ich weiß nicht, was passiert ist, aber bei Erstbenutzung nach 3 Wochen Homeholiday war sie mal eben „leer“.
Sagte der Busfahrer.
Vielleicht hat sich das Kärtchen gedacht:
‚Oh nein, wenn die mich jetzt wieder 3 Monate im Dunkeln lässt?
So wie im März? Da schicke ich meine kleinen Daten lieber weg. Die quengeln immer so!‘
Weiß ja keiner so genau, was in einem Abokartenköpfchen so vorgeht!
Oh, ich war wütig. Genervt. Richtig angepisst. Aber nur kurz.
Ich neige zu schnellem Vergeben und Vergessen.
Also bezahlte ich brav meinen Fahrpreis. 3 Mal. 3 Euronen und 50 Cent.
Aber auf Dauer geht das nicht. Abopreis und extra Fahrkarten.

Also begab ich mich nach Feierabend in die Innenstadt.
Zum Mobilitätszentrum der Verkehrsbetriebe.
Von denen es ganze !2! gibt. Für die gesamte Großstadt!

17:20 Uhr
Ich reihe mich in die gewohnheitsmäßige Schlange.
Die ist immer da am Monatsersten.
Diesmal eine relativ kurze Schlange.
Wahrscheinlich wegen Corona und Homeoffice.
17:25 Uhr
Ich hasse Warten! Im Freien. Im Dunkeln. In der Kälte!
Da stand ich nun…und stand…und stand…
direkt neben einem Bratwurststand. Der auch Currywurst anbot.
Ich bin vegetarischer Teilzeitveganer.
Im Moment habe ich zusätzlich der Coronaplauze den Kampf angesagt.
Ich flüssige nur.
Wie immer planlos, habe ich meinen Hunger nicht vorher gesehen.
Sonst hätte ich mir irgendein Fastengetränk eingepackt.
Suppe, oder so!
Mit vegetarischen Hunger, das kann ich euch sagen,
macht direkt neben einem (zugegeben wunderbar riechenden) BratCurrywurststand zu stehen einfach doppelt so viel Spaß!
17:35 Uhr.
Ich stand…und stand…und stand… Immer noch neben dem Wurststand.
Aber ich hielt aus. Hatte ja auch keine Wahl!
Langsam wird es langweilig.
Gern würde ich mit den anderen Schlangensteher*Innen kommunizieren.
Aber mit die sind so weit weg.
Mit Stoff vor Mund und Nase funktioniert das Schreien auch nicht so recht.
17:42 Uhr
Die Schlange schlängelt sich nach vorne. Endlich!
Verringert um eine(n) Schlangensteher*In. Toll!
Und ich stand…und stand..und stand…. Zum Glück sind die Würstchen alle.
Der Stand schiebt ab. Also, der Würstchendreher schiebt den Stand ab.
17:52 Uhr.
Juhu, ich bin drin. Im Mobilitäts-Zentrum.
Mit frisch sagrotanisierten Pfötchen klage ich mein Leid.
Gegen die Spuckschutzscheibe. Unterm MNS hervor.
Der Mensch dahinter nimmt meine Karte.
Mit seinen (nicht sagrotanisierten) Händen.
Dann hält er sie in Bauchhöhe irgendwo dagegen.
Grinst und sagt: „Die is nich leer!“
Aha.
Aber was ist sie denn dann?
Beleidigt, wegen der drei Wochen Pause? Krank? Im Urlaub?
Ich schaue genervt fragend.
MenschhinterSpuckschutzscheibe bequemt sich zu einer Antwort:
„Da sinn zwee Dadensätze droff un die ham sich verschom.
Nu kam der Lesejerät nich mehr gloar“

Häh?! Wer kam nicht gloar?!
Und überhaupt…wo kommt denn nach 3 Jahren in meinem Besitz
der zweite Datensatz auf meine Abokarte?!
Weiß der MenschhinterSpuckdings auch nicht.
Aber Karte geht angeblich wieder. Sagt er. Prüfen lässt sich das nicht.
Ein anderer, freundlicher Servicemitarbeiter
( der wohl nur zur Hinauskomplimentierung verantwortlich ist)
leitet mich hinaus: „Noach reschts jehn!“
17:59 Uhr.
Hui, jetzt muss ich mich sputen. 18:04 Uhr fährt ein Bus zum Sonnenweg.
in dem könnte ich nun prüfen, ob Karte wieder geht.
18:05 Uhr
Nach Luft schnappend falle ich in die hinterste Sitzreihe.
Ziehe heimlich den MNS nach unten und atme ganz tief durch.
Soll frau nicht, ich weiß. Aber ich will ja nicht aus meinen untrainierten Latschen kippen!
MNS wieder hoch, Jacke aus und Musik auf die Ohren.
Ah… jetzt ist Feierabend.
Aber mir ist, als hätte ich etwas vergessen.
Ich grübele und grübele.
Und dann…BÄM – ein Gedanke:
Funktioniert die Karte jetzt eigentlich wieder?!
Ich bin ratlos. Keine Ahnung!
Am Lesegerät im Bus bin ich nämlich
mit hocherhobener Abokarte vorbei gestürmt.
So ein Mist!

Dezember
1. Tag
Dienstag
Lockdown light verschärft

(zumindest in Sachsen)

Der erste Tag im letzten Monat eines…
ähm…mit Verlaub… beschissenen Jahres!
Mir kommt es vor, als habe ich 2020
vergehomeofficed und vergehomeholidayt.
Nirgends gewesen…Nix getan, nix erlebt, nix vollbracht.
Obwohl das, genaugenommen, gar nicht stimmt.
Eigentlich…ja, eigentlich…
habe ich dank Corona mehr erlebt, vollbracht und erfahren
als jemals zuvor in meinem Leben.

Ganz viele Künstler*Innen durfte ich kennen lernen.
Online. Persönlich. Musikalisch.
Ich war sogar auf ein paar wenigen *echten* Konzerten.
Das gibt mir soviel Mut und Kraft mich endlich auch zu entfalten
und aus dem Schatten ins Licht zu springen.
Ich habe ganz viele erste Male erlebt und neue Dinge ausprobiert.

Kritzeln zum Beispiel!
Ich bin nicht unbedingt malerisch hochbegabt.
Deshalb finde ich kritzeln ganz toll.
Auf Instagram habe ich nun einen MitMachAdventskalender entdeckt,
ganz nach meinem Geschmack!

Okay, die Idee von einem Adventskalender ist jetzt nicht so neu.

Beatrice Reszat hat das 2019 bei Facebook gemacht
(liebe Bea, ich vermisse deine täglichen Adventsglückskekse!)

Juliane Brachvogels Adventskalender von 2019 war ebenfalls toll.
Wie eine Reise ins eigene Ich.

In diesem Jahr sind die „Türchen“ von illute_musik mein Favorit.
Ich mache mit. Auf Instagram.
Und kritzele, was der Stift hergibt.

Aber nicht nur kritzelerisch gehe ich in die Vollen.
Für euch, ihr Lieben, die ihr mir und meinem Geschreibsel so treu bleibt,
nur für euch verschönere ich die Kritzeleien
mit meinem eigenen, gereimten Gedankenkauderwelsch
und serviere es euch hier:

Bild Nummer 1:
Der WinnieWirrkopf

Wirre Haare, müde Augen
der Wecker kreischt: Steh auf, steh auf,
ich kann und will es gar nicht glauben.
Ich träumte doch gerad‘ so schön
dass ich auf Livekonzerte geh.

Wenn ihr Lust habt, könnt ihr ja auch mitmachen
beim Kritzelkalender 2020. Wie das geht erfahrt ihr hier.