Im Nebelgrauen – am liebsten wär‘ ich Winnie Pooh

Im Nebelgrauen – am liebsten wär‘ ich Winnie Pooh

1. November 2019 0 Von Winnie

Auf einmal ist er da – der November.
Gestern glänzte noch alles im Oktobersonnenlicht
– heute ist es grau, kalt und nebelig!
Langsam wabert mit dem Nebel die Novemberstimmung
in meine Richtung.

Nebelgrauen

*
Abends dämmert’s vor um sieben
auf dem Weg braune, alte Blätter liegen
die Brombeeren sind nicht mehr süß und reif
Sommer ist vorbei, ich weiß 😔

Morgennebel auf den Feldern
kalte Tropfen auf den Bäumen
in den Wäldern
die Nächte sind nicht mehr heiß
Sommer ist vorbei, ich weiß 😔

lange Hosen bedecken die Beine
an der Haltestelle morgens
verbissenes Schweigen
die Hande vergraben in den Taschen
ist so früh kein Sonnenblick mehr zu erhaschen
man steht ganz starr und steif
Sommer ist vorbei, ich weiß 😔
*

Jetzt ist die Zeit, einfach abzuhauen in Richtung Süden,
um das Sommerfeeling noch ein bisschen festzuhalten:

*
Am See liegen
Sonnenbrand kriegen
in einem Stoffhaus schlafen
auf Betten zum Aufblasen
Mückenstiche, braungebrannt
Eis schmilzt langsam in der Hand
man träumt vor sich hin
Ein Leben wie Huckleberry Finn

Holz fürs Lagerfeuer hacken
Stockbrot backen
Gitarre spielen, Lieder singen
wie Hexen über die Flammen springen
bis tief in die Nacht um die Glut sitzen
nachts im Schlafsack schwitzen
langsamer als sonst die Zeit verinnt
Ein Leben wie Huckleberry Finn

mit den Kids spielen
mit Spritzpistolen auf den Sonnenbrand zielen
einen Schatz suchen
sich vollfuttern mit Kuchen
ein Floß bauen
sich damit auf den See trauen
Schokoladespuren am Kinn
Ein Leben wie Huckleberry Finn

entspannt und naturverbunden
aus dem Alltag verschwunden
Stress aus dem Leben verbannt
Gesicht der Sonne zugewandt
Zeit haben, Geschichten erzählen
einfach mal leben
ohne Suche nach einem Sinn
Ein Leben wie Huckleberry Finn –
*

Erinnert ihr euch noch, 
was war das doch immer für ein Gefühl:
– Der erste Ferientag – 
Den ganzen Sommer noch vor sich, 
Ferienlager, Urlaub, einfach in den Tag hineinleben…
Ich vermisse dieses glückselige Kribbelbauchgefühl meiner Kindheit sehr.
Der Sommer beginnt für mich immer noch mit diesem Kribbelgefühl!
Wenn du dir das erste Mal die Jacke um die Hüfte bindest
oder morgens die Socken weglässt,
dann fängt es an – das Summerfeeling!

Der Sommer ist voller Aktivität und Spirit:
*
Camping am See … Seppl Touren… Lagerfeuer… Grillabende… Poolparties…Festivals… Openairkonzerte
*
im Regen tanzen… warmen Wind auf der Haut spüren… im Gras liegen…
in den wundervollen blauen Himmel schauen…
*
Vogelgezwitscher… muntere Schildkröten im Garten… Beerenernte… Sonnenbäder auf der Terrasse…

*My definition of freedom is knowing who you are, and then being it. No matter what anyone else is doing.
And naked parties of course.
Pink*

Im Sommer fühle ich genau diese, von Pink beschriebene Freiheit
(bis auf die *naked parties*, die sind jetzt nicht so mein Ding 😊) 
Ich weiß, wer ich bin und ich fühle es… 

Je luftiger die Kleidung,
desto gelöster werden die Menschen.
Alles ist heller und freundlicher.
Vielleicht mag ich den Sommer deshalb so…
der Geruch nach Sonnenöl und Erdbeeren,
zusammen mit diesem knallbunten Farbspiel
aus grünem Gras, blauen Himmel und gelber Sonne,
darüber das Hitzegeflimner
– ich liebe dieses Summerfeeling ❤️
Aber jeder Sommer geht vorbei.

Und wenn dann im November alles im Grau versinkt… 

…dann bin ich total tränenklüterig drauf.
*
es nieselt, es rieselt
draußen wird’s nicht heller
Nebelschwaden
wabern
die Stimmung sinkt in den Keller…
es nieselt, es rieselt
Schneegeschauer
die Straßen 
vereist
verwaist
der Himmel 
immer grauer

*
Ihr kennt das vielleicht auch…

Alles ist so verschwommen und kalt
man sieht die Menschen nicht mehr lächeln
(weil der Schal bis auf die Augen alles verdeckt!)
und ich…
möchte eigentlich im Bett bleiben und
Winterschlaf halten wie Winnie Pooh.

*
Wind lauschen
die Blät
ter rauschen
das Farbenspiel der Sonne ist vergangen
die Luft über den Feldern nebelverhangen
Bäume werfen bizarre Schatten 
Vergänglichkeit liegt in der Luft
bald ist der Sommer nur noch verschwommene Erinnerung – 
der Winter ruft

Pfützen glitzern im schwachen Sonnenschein
verzogen hat sich der Nebel
wie Wichtel hüpfen die Kinder durch den Regen 
Kastanien sammeln und Nüsse
rote Nasen durch Eskimoküsse
glückliches Lachen
beim Kastanienmännchen machen

die Tage werden kürzer
der Heimweg liegt im Dunkeln
eisiger Lufthauch lässt überall
Kristalle aus Eis funkeln
zu Haus warten Kürbissuppe und heißer Tee
Labsal für Körper und Seel‘
mit Buch und Kuschelsocken
auf der Couch hocken
Teelicht und Kerzenschein
läuten schon bald die Adventszeit ein
*

Aber wer verschenkt schon gern Lebenszeit?
Schließlich ist das Leben schon viel zu kurz,
um all die schönen Dinge zu tun,
die man sich vornimmt!

Kennst Du das auch,
das manches Mal
inmitten einer lauten Lust,
bei einem Fest in einem frohem Saal, du plötzlich schweigen und weggehen musst?
Dann legst du dich aufs Lager ohne Schlaf, 
wie Einer, den plötzlich das Heimweh traf.
Lust und Gelächter ist verstiebt wie Rauch,
du weinst ohne Halt – Kennst du das auch?
Hermann Hesse

Also haben wir uns auf ein
*AntiDepriNovemberAlternativProgramm*
geeinigt, der LieblingsIngo und ich:

Wir fliegen ans Meer,
bis hinter den Horizont ❤️
Mal ehrlich, warum sollte ich das im Sommer tun,
wenn es auch in Deutschland warm und angenehm ist?

Meist landen wir auf Fuerteventura
unserer LiebstenLieblingsInsel.
Da staunt ihr, was?
Der LieblingsIngo und DIEWINNIE
haben auch ein paar Gemeinsamkeiten!

So, ihr Lieben! Und jetzt…
bin ich mal weg…
für 3 Wochen Sonne, Meeresrauschen und GoodVibes tanken
auf Fuerteventura…
Mit dem LieblingsIngo und der ReiseRaffi.

Wenn wir wieder kommen,
beginnt die *GeschenkeRauschKaufGlühweinSaison* –
Also, ich glaube…
wir kommen vielleicht doch nicht wieder!