Am Wochenende war ich mal wieder allein unterwegs.
Bei einem Konzert von Schwessi und ihrer Band.
In Schwerin.
Ich brauche dieses klitzekleine Gefühl der Freiheit.
Mein Seelenwellness. 😉

Die letzten Jahre waren nämlich ganz schön anstrengend und aufregend…
Das Freyerlein ist (einfach so) groß geworden und ausgeflogen…
der LieblingsIngo und ich mussten uns neu sortieren und glaubt mir:
Einfach ist so eine plötzliche, spontane Zweisamkeit echt nicht.

Immer zusammen ist nicht gut für den Seelenfrieden. Wir sind nämlich total gegensätzlich.
Deshalb habe ich mal kurz die Notbremse gezogen und bin spontan in die weite Welt gezogen.
Abenteuer suchen.

*
Sehnsucht

ein Ziehen im Herzen
wie Phantomschmerzen
mir fehlt etwas
doch kann ich’s nicht benennen
es lässt mich hin und her rennen
im Hamsterrad
der Gefühle

Momentaufnahmen
von glücklichen Stunden
ziehen in meinen Gedanken vorbei
versuche, sie zu halten
für ein paar Sekunden
doch zu schnell
sind sie verschwunden

die Fangarme von
Tristesse und Alltagseinerlei
zerren an mir
was wollt ihr hier?
lasst mich doch bitte frei

Was fehlt mir nur
wonach verzehre ich mich
Ich lausche in mich hinein
doch tief drinnen
da ist nichts
*

Bei solchen Abenteuer- Touren kommen Menschen einfach mal so in Dein Leben gesprungen.
In letzter Zeit waren das so viele,
da kann man auch mal an die falschen geraten.
Die huschen einfach kurz vorbei,
trampeln ein bisschen auf dir herum
und schwupps… wieder weg.
Die vergisst man schnell.
Andere wiederum bleiben eine längere Zeit,
sind sympathisch und zeigen dann irgendwann ihr Realface.
Erfahrungen in Menschengestalt, sozusagen.
Die können dir wirklich richtig wehtun.
Nachhaltig.
Und was braucht man da?
Richtig, ne Therapie oder eben einen Notausgang…

Nun ist es aber auch so,
dass man nicht immer Lust hat, in Großstädten rumzuhüpfen.
es regnet ja in Deutschland ab und zu, oder es ist kalt.
Also ist es hilfreich,
wenn man hinter Notausgängen ein *Ziel* platziert.
Ich finde ja, Konzerte sind prima zum Kopf frei bekommen
Aber Pink- und Udo Lindenberg eignen sich nicht für spontane Besuche.
Andere Künstler kamen bei mir bis vor kurzem einfach nicht auf die Playlist. Was nun? 🤷‍♀️

Musik kann frau nicht einfach mal so aussuchen wie ein Kleid.
Bei mir sollten sich die Künstler*innen direkt ins Herz singen. Am besten schon mit dem ersten Song.
BÄM – Volltreffer!

Mein erstes Konzert außerhalb meines UdoLindenbergPink- Universums und vor allem meiner Couchkomfortzone (also nicht in Leipzig) war ein Balkonkonzert von Schwessi in Hamburg
(da hab ich auch den Nachtexpress vom Konzert direkt an den Schreibtisch erfunden 🙈)
Schwessi kannte ich schon von Instagram.
Ihre lustigen Stories zauberten mir immer ein Lächeln ins Gesicht.
Egal, wie shitig mein Shitday gerade war.
Das sie auch Musik macht, wusste ich gar nicht.
Schon nach dem ersten Lied war ich Schwessis HippiePop verfallen.
Das war genau die Musik, auf die ich gewartet hatte.
Geile Texte, tolle Stimme…mit Begeisterung vorgebracht… GuteLauneGarantie 💜
Genau das brauche ich, wenn ich die AlltagsNotbremse ziehe.
Also habe ich das ultimative Schwessi- Herz – Abo abgeschlossen.
Ich besuche jedes Konzert von ihr – egal wo – ich feiere jeden Song.
Ich habe mich verbunden. Mit der ganzen Seele. Mit dem ganzen Herzen.
Schwessi ist meine Soulsister – meine LieblingsSingerSongwriterin.
SO!

Manchmal muss ich ja über mich selbst lachen.
Von außen betrachtet ist es schon lustig, dass ich meine Groupie – Phase jetzt auslebe,
und Schwessi quer durch Deutschland hinterher reise.
Jetzt habe ich Zeit dafür. Und meine Begeisterung für Schwessis Musik will ich in die Welt tragen.
Ich will fangirlieren, wo es nur geht.

2019 war aber auch eine Musikoffenbarung für mich.
Mit Schwessi hat es angefangen. Ich habe Herz und Ohren geöffnet.

Beatrice Reszat
Schwester
Deine Cousine
Cläng
Alle sagen Nomi
Caro Kunde

sind einige MusikerInnen, die mich total beeindrucken.
Die sich in mein Herz, Ohr und auf meine Playlists geschmuggelt haben.
Mit ihren Texten, ihrer Begeisterung, ihrer Kreativität und ihren Stimmen.
Jede anders und einzigartig

Aber den Riesenknall hat mir die britische Band
Bang Bang Romeo verpasst.
Als Support von Pink haben sie mich total umgehauen.
Diese flippige, selbstbewusste Sängerin,
die ein volles Stadion einfach so mit ihrer Stimme abholte
und im strömendem Regen tanzte
kam bei mir voll an
– die ganze Ladung Frauenpower – F#cks All and Rock ’n Roll.
Anastasie *Stars* Walker ist eine tolle Frau, die selbstbewusst einfach so ist, wie sie ist.
Ihre Botschaft ist klar: „Liebe dich selbst! Dann können dich auch die anderen lieben.“
Nach ihrem Auftritt ist *Stars* zu uns an die Absperrung gekommen.
Mein Englisch ist leider – not the yellow from the egg –
Mein Gestammel fand sie „sweet“ und wir haben uns herzlich umarmt.

Und genau diese Szene ist im neuesten Video
von Bang Bang Romeo zu sehen.

Passenderweise heißt das Lied „Love yourself“
Klingt wie für mich geschrieben, mit der Selbstliebe passt es ja bei mir noch nicht so.
Ich war total platt. Das ist doch echt der Wahnsinn.
und ich nehme die Herausforderung an:

Ich liebe mich jetzt einfach und finde die Dinge so toll, wie sie eben sind.
Alle anderen sind mir nicht egal, aber ihre Meinung über mich schon.
Ich nehme nur noch konstruktive Kritik an meinem Schaffen entgegen.
Aussehen, mein Leben und meine Art sind einzig und allein meine Sache.
Ich tue niemanden weh, also unterlasst es bitte auch, mir weh zu tun!

*
Mich muss keiner mögen,
mich muss keiner lieben,
wenn man mich trifft,
muss man sich nicht verbiegen.

Doch Akzeptanz erwarte ich,
Verbohrtheit mag ich nämlich nicht.
Die macht stur und blind,
man kann nicht mehr sehen,
den Glitzer, die Träume,
die Angst und die Tränen.
*

Als nun in den letzten 3 Monaten wirklich regelmäßig Konzerte von Schwessi in meinem Kalender standen, fragte mich der LieblingsIngo schon ein bisschen entsetzt:

„Wenn du jetzt ein Schwessi- Abo hast,
kannst du dann bitte ein anderes kündigen?“

Ja, lieber LieblingsIngo, deine Botschaft kam an.
Du bist mein erster Platz. Sozusagen das PremiumAbo.
Aber ab und zu muss man im Leben die Notbremse ziehen
und durch den Notausgang verschwinden. Mit einem *LieblinsSingerSongwriterin- Abo*
Sonst geht man kaputt…


2 Kommentare

  1. […] ist sozusagen die höhere Stufe eines Fanclubs. Der SupergeheimFanclub im Schwessi- Abo.Dort bekomme ich endlich die geheimen Geheiminformationen – wie ich mir das als zopflose, […]

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