Der Countdown läuft oder warum ich seit fast 50 Jahren in der Reihe aus der Reihe tanze – Ein Resümee

Wollt ihr wissen, wieso die Sieben meine Lieblingszahl ist?
Sie ist die einzige Zahl zwischen eins bis zehn, die aus zwei Silben besteht.
Die Sieben tanzt also praktisch in der Reihe aus der Reihe.
So wie ich!

Neulich in Leipzig…
hatte ich mal wieder spontan eine gute Idee. Ich habe immer spontan gute Ideen.
Im Nachhinein entpuppen sie sich fast ausschliesslichen als sogenannte Schnapsideen –
aber hinterher hat es frau ja immer vorher gewusst. Ihr kennt das bestimmt auch, oder?

So bin ich jedenfalls zu meinen bunten Haaren gekommen.
Und zu meinen selbst kreativierten Klamotten.
Sogar meine eigene Merch- Artikel habe ich mir gebastelt.

Und die für meine LieblingsSingersongwriterin auch.
Allerdings nicht serienmäßig, sondern ganz egoistisch als Unikat fürs Unikum.

Ich laufe jeden Tag durch Leipzig.
So sieben (Lieblingszahl) Kilometer.
Anfangen hat das wegen ein paar dämlicher Social- Media- Sprüche.
Ich bin figurmässig sehr leicht zu triggern.
Also latschierte ich wütend und trotzig los. So von wegen: Euch zeig ich es aber!
Ich zeige es jetzt seit drei Monaten. In erster Linie mir selbst.
Ich bin total fit. Meine Oberschenkel haben sich getrennt.
Und ich habe schon zwei Paar Schuhe zerlatschiert.

Ich beschloss, bereit zu sein. Für einen Spendenlauf zugunsten der Ukraine.

Dabei habe ich ein bisschen hochgestapelt und mich als Walkerin angemeldet.
Aber nur, weil es meinen Sport, das Latschieren noch nicht als Kategorie gab.
Am Freitag, dem 01. April beschloss ich also, von der Leipziger Innenstadt nach Hause zu laufen.
Das sind nur ca. 20 Kilometer. Kein Ding! Habe ich neulich ganz lässig,
zusammen mit Beate, durch Hamburg geschafft.

Ich werde euch jetzt nichts davon erzählen, wie weit zwanzig Kilometer sein können.
Nach einem Arbeitstag.
Wenn man schon einen halbstündigen Morgentanz und
den Treppen – Auf- und abstieg in die neunte Etage in den Knochen hat.
Ich habe fast vier Stunden gebraucht.
Vier Stunden – in denen ich nachgedacht habe.
Über das Leben. Über mich.

Unikate fürs Unikum


Warum ich plötzlich den Wunsch nach Farbe im Leben verspürte.
Dass bald die erste Hälfte meines Lebens vorbei ist.
Und da fiel sie mir ein – die Dreizehnjährige, die ich mal war.

Die Rotzgöre, die, wenn sie denn überhaupt so alt wird,
ab 50 nur noch reich und glücklich sein wollte.
Sofort sehe ich sie neben mir.
Unter dem viel zu langen Pony hervor grinsend, den linken Mundwinkel spöttisch nach oben gezogen.
Alles in Frage stellend. In der Reihe aus der Reihe tanzend.
Weil sie sich nie eine Choreografie merken konnte.
Kann ich auch nicht. Weil ich sie bin.
Wir sind gleich, immer noch.

Lachend springe ich die letzten Kilometer laut singend
über die leeren Feldwege.
Ich werde bald 50! Wie geil ist das denn?
Ich zähle die Tage. Und ihr dürft, wie immer, mit dabei sein.
Falls ihr Lust habt.
Ich freue mich jedenfalls immer über Begleitung!

Ihr könnt mich mal…hören!





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1 Kommentar

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