Meine Gedichte

Meine Gedichte

Hier findet ihr eine kleine Auswahl meiner Gedichte
– wild durcheinander – Ihr könnt sie gern kopieren, verbreiten oder auswendig lernen… aber nur, wenn ihr mich namentlich erwähnt –
ihr wisst schon – Urheberrechtdingens und so…

Leuchtende Kinderaugen
Liebe und Glauben
Eisschnute
Finger voller Matsch
einfach Lachen ohne Quatsch

nie still stehender Mund
Realität und Fantasie
Geschichtenerfinder
Kopf voller Magie
glücklich ohne Grund

Zappelnde Beine
Stärke und Leichtigkeit
Überspringer der Steine
zerzauste Haare vom Wind
glücliches Kind
Vertrauen ohne Angst

Barfuß durch den Regen flitzen
in Pfützen springen,
dass sie spritzen
auf dem Baum sitzen
ganz oben
über die Wiese toben
Immer tanzen, laufen, rennen
alle Grenzen austesten und sprengen
ohne einen Blick zurück
9 132 Tage voller Glück

Rummelplatz des Lebens

Ganz oben auf dem Riesenrad
sitz ich,
schau über die ganze Welt
lass Glitzerballons fliegen,
Seh ihnen nach,
wie sie tanzen, sich wiegen
und wünscht‘,
ich wär‘ genau so frei, müsst‘ mich nicht mehr verbiegen

Tief unten wimmeln Menschlein,
so winzig klein
der graue Mantel der Tristesse
hüllt sie fast völlig ein,
verbirgt sie vor dem bunten Schein
der Fantasie, des Anders seins

Hypnotisiert folgen sie
dem langen, geraden Weg,
der nur aus
*du musst* und *du sollst… * besteht,
die Schultern gebeugt,
durch ein Leben voller Zwang und Pflicht
Einen Ausweg daraus?
Der Blick ist gesenkt,
deshalb sehen sie ihn nicht…

Das Karussell des Lebens dreht sich
Runde um Runde
Stunde um Stunde
doch es bleibt stehen, immer
am selben Fleck.
Gefangen im Kreislauf
aus Arbeit und Fleiß…
komme ich einfach nicht weg!

Doch ich will mein eigenes Liedchen singen!
in eine andere Richtung
schlendern,
mich ins Glücksrampenlicht bringen.
Soll ich mich trauen und einfach springen?

Ohne Netz in die Unsicherheit,
ich fühle mich lebendig und befreit!
Vor Lebensfreude aufgeregt zitternd,
bis ich plötzlich wieder
in tausend Teile zersplitter’…
Kennst du das auch?
Mut wird verdrängt von Angst,
dem Gefühl, dass du es vielleicht doch nicht kannst?!

Doch nur ich…
kann die Teile wieder aufheben
mich immer wieder neu zusammen kleben.
immer wieder aufstehen
und in eine andere Richtung gehen

Nur ich kann mich meine Träume erfüllen sehen…
und endlich zu mir selber stehen ❤️


Sonnenstrahlen lugen verschmitzt
durch die Äste
fallen glitzernd auf den Morgentau
grünes Gras, noch aufrecht stehend
der Himmel sommerlich tiefblau

Vögel putzen sich das Gefieder
zwitschern schimpfend auf mich nieder
mich, den Eindringling
Die Morgenstille ist gestört
verkünden sie empört

Sonnenuntergang leuchtet orange
Freudentänze im Sand
unterm Sternenhimmel
so funkelnd so glitzernd
höre ich leis noch das Vogelgezwitscher

Stibitzte Küsse
sanftes Umarmen
ein leichter Windhauch
zerzaust die Haare
wenn ich es will,

liegen wir unter freiem Himmel
weit weg vom Nachrichtengewimmel
hören zu dem Wellenklang
uns ist nicht bang

Wir vergessen die Krise
schnuppern die Brise
Ich kann zaubern
morgen träume ich uns woanders hin
Vielleicht auf eine grüne Wiese?
Wonach steht uns der Sinn?

Kennst du das
vermissen
bis es weh tut
ohne zu wissen
ob alles ist gut?

Kennst du das
nichts sagen
keine Antwort
auf all die Fragen?

Kennst du das
vergessen
auch wenn du’s nicht willst
alles ist plötzlich leer und still!

Verliebt

Ein wohliges Kribbeln
Durcheinandergeschüttel
in Kopf und Bauch
Spürst du das auch?

Die Wiesen viel grüner
der Himmel zu blau
Wolkentiere springen vorüber
Siehst du das auch?

Melodien schwirren ins Ohr
singen leis und zart vom Glücklichsein vor
streifen durch den Raum wie ein Hauch
Hörst du das auch?

Im Homeoffice
lauern Einsamkeit und Angst,
zwischen Glückshöhenflug und Jammertalabsturz
verlor ich mich fast ganz.

Ich hab gejammert auf höchstem Niveau
nach Konzerten, Urlaub, Kino und so
dann das schlechte Gewissen mit Petitionen und Spenden betäubt,
fast zeitgleich mich an Streamingkonzerten erfreut

Ein Auf und Ab
durch Frohsinn und Traurigkeit,
Langeweile wird abgelöst von Kreativzeit.
Mal sportlich aktiv, dann wieder mehr dekorativ
auf der Couch drapiert
und in die Glotze gestiert.

Interessiert an allem, was geschah,
war mir gleichzeitig auch alles egal,.
Hab trotzig nur an mich gedacht
mir aber um andere Sorgen gemacht.

Emotional völlig ausgelaugt
die Lebensfreude wie ausgesaugt.
Still wollte ich mich verstecken und
meine Wunden lecken.

Doch ihr
lasst mich einfach nicht in Ruh
wollt ständig etwas – textet mich zu
Lasst mich weder in meiner Melancholie versinken
noch einfach in der Einsamkeit verschwinden.

Wir reden, lachen, lesen uns vor
im Zoom, bei Facebook, mit dem Hörer am Ohr.
Egal wo du wohnst, ob nah oder weit
Unsere Freundschaft bleibt für die Ewigkeit – Dankeschön dafür 💕

Fröhlich und traurig zugleich
irgendwo gefangen
zwischen rastlosem Herumspringen
und auf der Couch zusammen kringeln
auf ein Wunder warten
wie eine Rakete durchstarten
mit Volldampf in den Tag rennen
und gleichzeitig vor Erschöpfung
auf der Couch einpenn
en

Erste Flocken fallen leise
Wunder gehen auf die Reise
suchen sich einen Weg durchs Wolkenlabyrinth
bis sie als Träume in unseren Herzen sind

Jedes Gedicht
das jemand für dich schreibt
tief in deinem Herzen bleibt

Jedes Wort
das dir jemand sagt
tut dir so gut
weil er dich mag

Jedes Bild
das dir jemand malt
in deinen Augen
bunt erstrahlt

Jedes Lied
das dir jemand singt
in deinen Ohren
fröhlich klingt

Jeder Augenblick
ein winziges Stück
von deinem Glück

wenn mir langweilig ist
lass ich die Gedanken schweifen
auf den großen Wellen treiben
im Meer der Fantasie
weit wie sonst nie

wenn ich traurig bin
lass ich die Tränen laufen
fang sie auf in Traufen
magisches Glitzern
mit bunten Spritzern

wenn ich ängstlich bin
halt ich die Augen geschlossen
unverdrossen
bis die Monster sich winden
und verschwinden


wenn ich fröhlich bin
lass ich mein Gesicht
verrückte Grimassen machen
bis sich alle kringeln
vor Lachen

allein unter Menschen
gefesselt losgelöst
wach vor sich hingedöst
pflichtbewusst unbeschwert
kreativ in sich gekehrt
Gefühle in die Welt lassen
klare Gedanken fassen

Am blauen Himmel wunderschön
sieht man sanft die Wolken ziehen
im leichten Windhauch
Im Sonnenflimmern tanzt die Natur
wild und unverbraucht.

Sanftes Kitzeln auf der Haut
Wind und Sonne streicheln mich, 
ich steig aus dem Stress und Alltagsgewühl
ergebe mich dem
kribbeligen Glücksgefühl
im Kopf meine Lieblingsmelodie
leise summend sing ich sie

Schattenspiele im Sand
mit dem liebsten Menschen
an meiner Hand

spaziere ich entlang 
am unberührten Strand
Hier spüre ich sie – 
die Hoffnung – 
auf eine Zukunft 
in einer Welt ohne Hass 
meine Sorgen sind verblasst
Ich tanze durch die Sonne 
nur eins mit dir und mir…
eins mit dem Jetzt und Hier.

*

Damals – so vor 30 Jahren
(damals kann man da schon sagen,
es ist ja schließlich lange her!)
gab es mal…

Die DDR

Das war ein Staat –
klein und gemütlich
demokratisch und ganz friedlich
alle lebten glücklich dort
niemand wollte jemals fort.

So etwas gibt’s nur im Märchen?
Real kann das ja gar nicht sein?
Recht habt ihr, denn demokratisch
war die DDR nur so zum Schein.

Man durfte keine Meinung haben,
sich nicht an Bananen laben,
nicht laut nach all den Mängeln fragen.
Kein Witzchen über die Regierung machen
und erst recht nicht darüber lachen.
Kein lustiges SonderzugLiedchen singen.
Das konnt‘ dich ins Gefängnis bringen.

Das glaubt ihr nicht?
Das kann gar nicht sein?!
Schaut doch mal in die Akten rein.
Da drin steht es, schwarz auf weiß
es passierte, ohne Scheiß!

Fast 40 Jahre gingen ins Land
die DDR und ihr Volk in eiserner Hand
eines senilen Greis’s
und seiner sozialistischen EinheitsPartei…
zerrieben im grauroten Alltagsbrei.

Das Leben nahm so seinen Lauf
da hörte man leise das Gerücht
„Ungarn macht die Grenze auf“
ob man so vielleicht entwischt?

Tausende von DDRlern
zogen Richtung Ungarn los
liefen über Wiesen und Felder
und verschwanden in Österreichs Wäldern.

Es fing an zu brodeln im glücklichen Land
nun nahm das Volk es in die Hand:
Jeden Montag gingen die Menschen 
auf die Straße mit Bedacht
riefen ihre Träume und Wünsche
lauthals in die Nacht
und wackelten so am Gerüst der Macht.


Friedliche Revolution, Wiedervereinigung
Ein gemeinsames Deutschland – Aufschwung.
Viel haben wir seitdem erreicht,
doch die Mauer in den Köpfen
leider immer noch nicht weicht.

* 


Den Kopf kann man nicht steuern
wenn die Gedanken hin und her feuern
ich liege wach 
und denke nach

was passiert hier
in unserem Land
verlieren wir den Verstand
rennen wir stur gegen eine Wand

marschieren wir bald wieder im Gleichschritt
in die Vergangenheit zurück
blind und taub für Angst und Leid
den Blick gerichtet auf den angeblichen *Feind*

Wisst ihr was…
Ich komm einfach nicht mit
ich bring euch aus dem dunklen Tritt
ich tanze bunt durch eure braunen Reihen
und ich weiß, 
ich bleibe nicht allein
ich weiß, wir werden viele sein…
*

Die Wahrheit

Sie macht dich manchmal klein
und stößt dich hinunter
in die Hölle des Lebens.

Aber nur von dort unten
kannst du Höheres bewegen

Sie tut weh, wenn man sie hört
und befreit, wenn man sie sagt
man verliert
wenn man sich traut und danach fragt
manchmal sogar die besten Freunde

Doch ohne Wahrheit geht es nicht
im Wunderland leben geht nicht für immer
die Augen verschließen vor der Realität
macht die Dinge meist viel schlimmer

So ein kleines Lügenhaus
sieht nur von außen gemütlich aus

*

Unplugged – Udo Lindenberg

ganz still und leise
rauscht die Musik auf eine Weise
die man sonst ganz selten hört
weil Rockmusik ja eigentlich röhrt… 

Für Künstler ist’s eine große Ehre
wenn der Stecker wird gezogen
heißt das doch die Welt und die Muse
sind ihm und seiner Musik gewogen.

Wird ihm dies sogar zweimal gewährt, 
er dann zu den ganz Großen gehört. 
Das hat man eigentlich schon immer geahnt
es hat sich schon damals in Gronau angebahnt
💚🎩😎

*

Musik

Sie dringt ins Mark
macht Ängstliche stark
Grobiane ganz weich
alle Menschen gleich

Sie dringt in jedes Ohr
wie ein lautstarker Chor
bringt die Seele zum Klingen
ein jeder kann sie singen

sie dringt ganz tief nach innen
wenn man sie kann richtig hören
wird sie niemals stören

Sie verspricht alles
zu verzeihen, zu heilen
zu lieben, zu hassen, 
zu nehmen, zu geben
Sie bedeutet alles 
ohne Musik kann
keiner leben

*

Udo Lindenberg

Du bist einfach so reingezischt
in mein kleines Spießerleben
hast einfach alles weggewischt
was mir als „richtig“ wurde vorgegeben

Du bist der Sänger
mit Sonnenbrille und Hut

du gabst mir Kraft,
du gabst mir Mut
und das tat soo
unheimlich gut.

Du machtest mir die Augen auf
du zeigtest mit dem Finger drauf
du sagtest: Denk mal selber nach
quatsch doch nicht nach nur,
was man dir sagt

Du bist der Sänger…

Ich wurde beschimpft
und ausgelacht
bin mit meiner Meinung

ständig irgenwo angekracht,
es wurde das Radio ausgemacht
doch nichts hätt mich dazu gebracht
deine Musik nicht mehr zu hören
oder ihre Weltanschauung nicht zu stören

Du bist der Sänger…

Jetzt, nach so vielen Jahren

bin ich groß und welterfahren, 
doch ich hör dir immer noch zu. 
Weil du der Einzige bist, 
der sich nie verbogen hat, 
der mich nie belogen hat, 
du warst einfach immer nur du 💚

Du bist der Sänger…

Doch hast du statt Hut deine Mütze auf
dann bist du irgendwie anders drauf
nicht wie der Rockstar, sondern wie ein Freund
der sich richtig Zeit nimmt
und sich über seine Besucher freut.
*

Lagerfeuer

die wild flackernden Flammen
betrachten
die glitzernden Funken beobachten
wie sie tänzeln und toben
auf ihrem Weg
in den dunklen Himmel
droben

Sternschnuppen fliegen
die Gitarren klingen
in deinen Armen liegend
Udos Lieder singen
am Feuer sitzen ohne Jacken
Stockbrot backen
nur der Mond über uns wacht
in der lauen Sommernacht

aneinander kuschelnd
Geschichten erzählen
lachen bis die Augen tränen
den Alltag ausblenden
ganz viel Zeit verschwenden
leben in den Tag hinein
will jemand mit und bei mir sein?


Der Weg

Man lernt, in dem man lebt,
den Weg erkennt man, wenn man ihn geht, 
Wünsche erfüllen sich, wenn man laut darüber spricht. 
Phantasie hat man oder man hat sie nicht. 

Ich will den falschen Menschen gefallen
achte nicht auf jene, die eigentlich wichtig sind, 
verletze oft Gefühle, 
benehme mich wie ein trotziges Kind. 

Ich greife nach den Sternen
sehne mich nach fernen Oasen der Ruhe
und ziehe meist doch nur
durch dunkle Straßen, 
rede leere Phrasen
und verstecke meine wahren Gefühle
in einer dunklen Truhe. 

Drum verzichte ich auf Menschen,
ohne Träume und Phantasie. 
Sie verstehen mich nicht, 
erkennen nicht die Magie
in meiner Welt, 
die von Glitzer und Sternenstaub wird erhellt.

*

Große, runde Kinderaugen…
betteln und flehen,
du sollst endlich verstehen,
wie schwer es ist, die Heimat zu verlassen
und dafür nicht die Welt zu hassen.

Die Kleinen mussten ganz weit laufen,
aufpassen, dass sie nicht im Mittelmeer ersaufen,
um dann in einem fremden Land,
an einem unbekannten Strand,
auf ganz viele Menschen zu treffen,
die, wenn sie sie sehen, die Zähne blecken…

Große, runde Kinderaugen blicken voller Angst,
was tobt hier denn für ein Krieg in dem angeblich sicheren Land?
Papa hat doch keinem etwas getan,
er kommt hier mit seiner Familie an
und findet eine Menge, die fluchend
Häuser anzündet und Steine wirft…
ohne Rücksicht darauf, dass vielleicht jemand stirbt!

Große Runde Kinderaugen sehen Flaschen und Böller fliegen,
in einem Land ohne Krieg,
wo sie hofften, Schutz zu kriegen.
Wie soll das die Kinderseele
unbeschadet überstehen,
wie soll dieses Kind denn mal als Erwachsener durch’s Leben gehen?!

Große, runde Kinderaugen…
voller Angst und voller Schmerz…
lassen die uns völlig kalt?!
Wo ist unsere Menschlichkeit, unser Herz?

*

Hoffnungslos

Die Welt verändert sich,
dreht sich Nacht und Tag.
Verändere auch ich mich?
Mein ich heute noch, was ich gestern hab gesagt?

Fühl ich immer noch die Liebe,
die Freundschaft für dich?
Oder ziehen mich deine Sorgen runter
und sind nicht gut für mich?

Stimmt es noch, das du für mich wichtig bist,
oder leiden meine Gefühle für dich
unter dem Gewicht
deiner Ängste und Gedanken,
die ich nicht verstehe…
Komm ich ins Wanken?

Ich will dir helfen und kann es nicht,
ich will dich fröhlich machen.
Doch kein Witz und keine Geschichte,
die ich dir erzähl, bringt dich noch zum Lachen.

Du bist gefangen in deiner dunklen Welt,
die du dir hast geschaffen, 
die von keinem Hoffnungsstrahl wird erhellt.
Ich bleibe draußen und du bist dort drin allein,
verschlossen alle Türen,
Du lässt mich nicht hinein!

*

Der Traum vom Träumen

Der Alltag zieht sich wie Kaugummi…
Ich hör doch Meeresrauschen so gerne!
Doch um mich herum nur Lärm und Mief,

verreisen möchte‘ ich jetzt in die Ferne!

Am liebsten heute noch die Berge sehen,
am Fuße des Makalu stehen,
übers  Meer schauen hinter den Horizont,
mit einem Segelboot kämpfen
gegen die Sturmfront!

In New York beim Shoppen Schnäppchen ergattern,
mit einem Mofa durch Italien knattern,
in Dubai schwitzend in der Sonne liegen,

in einem Ballon über den Atlantik fliegen.

Beim täglichen Pendeln zur Arbeit hin,
habe ich nur meine Traumweltreise im Sinn,
im Ohr Udo Lindenbergs Lieder,
träume ich von Freiheit und Auszeit – mal wieder!

Ich lass mich von Udo tragen durch die schweren Zeiten,
mit ihm kann ich auch gen Sonnenuntergang reiten,
dort hinterm Horizont geht es immer noch weiter
hier treffe ich sie,  meine Wegbegleiter :

Mark Twain neben Tom Sawyer im Gras sitzend
und in der Sonne mächtig schwitzend,
Black singt mir „Wonderful Life“ mal kurz vor,
River Phönix winkt verschmitzt hinter einem Baum hervor.

Ich kann leider nur kurz verweilen,
selbst in meinen Träumen muss ich mich beeilen,
ich will ja noch so viel mehr sehen,
die Welt entdecken und verstehen!

Ich liebe diesen Traum vom Träumen,
so bin ich weg ohne etwas zu versäumen,
langweilig und öde ist es nie
in meiner wilden Fantasie!

Irgendwann aber, ich glaub fest daran,
verlasse ich meine Träume und fang zu reisen an,
doch bis dahin träum ich mich mit Genuss
an jeden Ort der Welt, ohne Verdruss!

*

All inklusive

Morgens früh, die Sonne lacht,
es ist gerade mal um acht,
ich bin auf Fuerteventura,
genieße den ersten Kaffee
der Mann schläft noch,
da hör ich sie:

Feist, mit etwas irren Blick,
das Bufett vor den Augen
sieht man sie zum Frühstück laufen.
Nur ganz früh ist alles da
und schließlich haben sie’s bezahlt.

Am Pool stehen tausend Liegen,
man könnt immer eine kriegen.
Doch die frühen Frühstücksleute
wollen diese eine heute.
Deshalb wird’s Handtuch drauf drapiert,
das es auch der letzte Spätaufsteher kapiert:

Diese Liege ist besetzt, für die hat man sich abgehetzt,
hatte Stress und litt große Qual,
und außerdem, 
hat man dafür bezahlt!

Endlich macht die Poolbar auf,
wieder geht’s hin im Dauerlauf,
Bier könnte ja nachher alle sein,
drum kippt man sich’s um 11 schon rein!
Man hat ja keine andere Wahl,
schliesslich hat man doch bezahlt.

Um 12 bedeckt man mit einem Kleidchen die Masse,
im Bikini wird man nicht eingelassen,
zum nächsten Mahl
in den gefüllten Speisesaal.
Schließlich hat man ja bezahlt!

Bis halb 3 wird nun geschlemmt,
man ist da ganz ungehemmt,
geht auch gleich zum Vesper über,
das bringt der Kellner gerade rüber.
Man schämt sich nicht, 
ist doch egal…
Schließlich hat man dafür bezahlt!

Die Sonne geht nun langsam unter,
man rollt sich von der Liege runter
muss sich ja nun schnell vorbereiten,
will man halb 7 zum Abenbrot schreiten.
Nur rechtzeitig ist groß die Auswahl 
und schließlich hat man ja bezahlt!

Der Abend klingt dann munter aus,
mit Cocktails, die gibt es ja frei Haus…
sind zwar gepanscht und schmecken schal…
doch hat man sie ja schon bezahlt.

Und geht’s dann endlich wieder heim,
schwärmt man vom Urlaub im Sonnenschein.
Vom Land und seinen Leuten
hat man zwar nichts gesehen,
doch das muss man ja nicht erwähnen.

Denn außerhalb vom Clubhotel
verging die Lust auf Urlaub schnell,
Dort wollte man für alles Geld,
nichts war bezahlt oder vorbestellt…

*

Glück

Glück ist nicht einfach nur ein Wort
Glück ist ein Gefühl, schwer zu fassen,
man kann sich nicht darauf verlassen,
man muss es festhalten, sonst ist es fort.

Glück ist das Gefühl, tief in dir drin,
nach außen leuchtend,
ein Gefühl – spontan und filgran.

Manchmal denkt man,
das Glück hätte ihn einen verlassen,
man kann die Leere einfach nicht fassen
und bleibt traurig und einsam zurück,
so ohne ein bisschen Glück!

Glück darf man nicht verwechseln
mit Liebe und Zufriedenheit,
denn Glück ist meist nur von kurzer Dauer,
Liebe und Zufriedenheit sollte halten
bis zur Ewigkeit!

*

Für Bea Reszat

Wenn ein Träumer auf Reisen geht,
braucht er nicht viel Gepäck
Glitzerschuhe und Sterneshirt
schon ist das Outfit perfekt.

Schlechte Laune, miese Gedanken
belasten den Träumer auf Reisen nicht,
er reist ohne Schranken
mit glücklichem Gesicht.

Du, unsere Lieblingsträumerin,
fliegst zur Frühlingsinsel hin,
um Mut zum Träumen zu verbreiten,
ach, wie gern möchten wir dich begleiten,

Doch geht’s nicht immer nach Wunsch im Leben,
drum werden wir dir unsere Wünsche mitgeben,
du spürst sie kaum, sie sind ganz leicht,
umschwirren dich ganz sacht und weich:

Erfolg, viel Spaß und nette Menschen,
mit bunten Träumen, die sie dir schenken.
Geschichten dazu und Lieder von dir,
eine nette Begleitung an Gitarre und Klavier,
tolle Stimmung in der Abenddämmerung,
Meeresrauschen im Hintergrund.

*

Das Leben ist ein Film

Schon als Kind hat ich so’n Gefühl:
Ich darf nie so sein, wie ich will!
Immer nach DIN und Norm, wie im Zwang!
Und das ein ganzes Leben lang?!

Das Leben ist ein Film
und alle schauen zu,
sie wollen das ich mich ändere
und werd‘ wie DU und DU und DU!

Ich übte schon mal Rebellion,
das kann man auch als Lütte schon!
Sagte zu allem nein, nein, nein,
und konnt‘ schon damals ziemlich laut schreien!

Das Leben ist ein Film…

Als Teenie flippte ich völlig aus:
färbte die Haare rot, kam zu spät nach Haus,
die Schule fand ich großen Mist,
weil man dort so eingesperrt und unfrei ist.
Widerspruch und Ignoranz
gaben mir einen eigenen,besonderen Glanz!

Das Leben ist ein Film…

Habe ihn nie gefunden, diesen Sinn des Lebens…
Ist der überhaupt jemals irgendwo gewesen?
Für mich bedeutet Leben Glück,Freude und Spaß
…niemmals aber Krieg, Hunger, Angst oder Hass!
Ich bin ich und werde, das wird wohl auch so bleiben,
als ewiges Kind durch die Weltmeere treiben!

Das Leben ist ein Film
und alle schauen zu,
sie wollen das ich mich ändere
doch ich werd‘ NIEMALS so
wie DU und DU und DU und DU!

Kindertraum

Abgekaute Fingernägel,
Ponyfransen hängen verwegen
ins schmutzige Gesicht
’ne feine Dame wird sie wohl nicht.
Im Mundwinkel klebt Zahnpasta
auch das ist ihr offensichtlich egal.

Sie schreibt und schreibt und schreibt…
Das ist ihre Welt, dort kennt sie sich aus.
Sie träumt, dass es immer so bleibt
und sie irgendwann ’nen Bestseller schreibt.

T-Shirt mit Flecken und Lederhosen…
darin könnt man doch draußen toben!
Doch sitzt sie lieber ganz allein
in ihrem stillen Kämmerlein.

Sie schreibt und schreibt und schreibt…

An den Fingern Tintenflecken
Papier liegt zerknüllt in allen Ecken,
den Abwasch zu machen hat sie vergessen,
sie dachte nicht einmal ans Essen.

Sie schreibt und schreibt und schreibt…

Verständnis und Lob bekam sie nie,
nur Vorwürfe:
*Was soll aus dir bloß einmal werden?!
Du hast zuviel Fantasie!
Das mit dem Schreiben klappt doch nie!

Sie schreibt und schreibt und schreibt…

Geh endlich mal zum Spielen raus!
Bist schon ganz blass, sitzt nur zu Haus!
Mit Reimen verdienst du doch kein Geld!
Wie hast du dir das bloß vorgestellt!

Sie schreibt und schreibt und schreibt…

Jetzt ist sie groß, doch nicht erwachsen,
die Haare immer noch kreuz und quer,
der Kopf ist immer noch nicht leer.
Voller Gedichte und Gedanken,
ohne Schranken.

Sie schreibt und schreibt und schreibt…

Geld verdient sie damit nicht,
das ist ihr auch nicht wichtig,
sie freut sich über jedes lächelnde Gesicht
und eine anerkennende Nachricht.

Sie schreibt und schreibt und schreibt…

*

Geburtstag 2018

Vor 30 Jahren um diese Zeit,
war ich fast 16 Jahre alt,
ich glaubte ganz naiv daran,
dass man ’nen Rockstar 
zum Geburtstag einladen kann.
Deshalb schrieb ich einen Brief 
von Ost nach West, 
als Einladung an meinen Special-Guest.

Dann wartete ich sehr beklommen,
doch leider ist der Udo nicht gekommen.
Vielleicht weil ich als Adresse schrieb:
An *Udo Lindenberg in der deutschen Bundesrepublik* 

Drum fahre ich nach Hamburg hin,
mit meinen besten Freundinnen,
wollen den Special-Guest zu Haus besuchen,
allerdings nicht zu Kaffee oder Kuchen.
Danach geht’s auf die Reeperbahn,
zur Panikcity – das ist abgefahr’n!
Dort feiern wir die ganze Nacht – 
es wird getanzt, getrunken und gelacht…
und genauso haben wir es auch gemacht…

*

Happy Birthday, Panikorchester

Ich war gerde mal ein Jahr,
da habt ihr euch gefunden
und zusammen gespielt und gesungen.

10 Jahre später dann:
 – meine erste Boygroup –
das wart ihr,
keiner verstand ,
was mich an euch so hat fasziniert.

Dabei war es so einfach:
euer Panikflair,
die schwarzen Klamotten machten auch etwas her,
ständig eine Kippe im Gesicht,
eins war doch klar:
Spießig wart ihr nicht!


Schwarze Hose, Mütze oder einen Hut,
nichts anderes trug ich mehr,
es brachte meine Mutter zur Weißglut,
ich glaube, sie hasste euch sehr!

Zu Konzerten konnte ich damals nicht
ich lebte in der DDR,
doch als endlich die Mauer fiel,
da hielt mich gar nichts mehr.

Ihr könnt bestimmt
mein Entsetzen verstehen,
als bei ihr bei meinem ersten Udo-  Konzert
gar nicht wart zu sehen!

Das hat sich ja geklärt,
ihr seid wieder vereint,
es gibt niemanden, den das mehr als mich freut.
Ein Geburtstagsständchen sing ich euch lieber nicht,
dafür bekommt ihr  dieses Geburtstagsgedicht.

*

Augenblicke

Blauer Himmel,

weiße Wölkchen
in Formen
die der Fantasie entsprungen
Vogelgesang
bald schon wieder verklungen…
Alles bleibt nur als kleines Stück
als ein kurzer Augenblick


Freundliche Blicke

ein winziges Lächeln
sanfte Berührung
ganz zufällig
ein kurzes Gefühl von Glück
Alles bleibt nur als kleines Stück
als ein kurzer Augenblick

Inmitten vieler Menschen
geborgen in der Menge
gefangen im Takt der panischen Gesänge
gibt es kein Vor, kein Zurück
Alles bleibt nur als kleines Stück
als ein kurzer Augenblick

Trauer, Freude
verschiedene Leute
Freundschaft, Liebe und Hass
Langeweile und Spaß
Alles bleibt nur als kleines Stück
als ein kurzer Augenblick

Das Leben besteht aus vielen Stücken – 
ein Puzzle 
aus Fragmenten und Augenblicken

*

Das ist Schwessi

Augendzwinkernd lachend
singend Witze machend
über Nichts- Boxen im Männerhirn
die muttitaske Mädels verwirren
oder dezent auf Familiendefizite verweisen
mit einer Stimme – mal sanft, mal Reibeisen
– Das ist Schwessi

über schlafende Vulkane leise tönend
Umweltpropleme nicht verschönend
ihr verlorengegangenes Herz suchend
verliebt über des Mannes Lebenseinstellung fluchend
Barbie und Ken schickt sie in die Twitterwochen
lässt ihre Lieblingspladde rockend das Grammophon
immer wieder umkreisen
mit einer Stimme – mal sanft, mal Reibeisen
– Das ist Schwessi

*

lachende Kinder
strahlende Augen
an Wunder glauben
Glücksmomente

eine Welt voller Magie
ohne Ende

Augenblicke
die Welt und Zeit
verbinden
Menschen
die Frieden finden
miteinander eins
einander vertraut

nicht still
nicht laut

*Teile der Erde
voller lauter Musik
voller Glimmer – 
der Rest der Welt:
Dunkelheit
lautes Wimmern*

große Kinderaugen
voller Fieberglanz
ohne Glauben
Hunger und Krieg
tanzen den Todestanz

Bomben fallen
Schüsse hallen
Menschen fliehen
alles verloren kaputt
die Welt
voller Asche voller Schutt

*

HerbstMonsteralarm

Ich sehe Monster im Weg stehen
mit Klauen aus Ästen und Blättern
ich trau mich nicht herum zu gehen
oder über sie zu klettern.

Sie wispern, knistern und rauschen
mit kratzenden, rauhen Stimmen
ich bleibe stehen, um zu lauschen
kann dem Bann nicht entrinnen:

„Er kommt, er kommt…
mit Sturm und Regen
schickt Hagel und Nebel  verwegen,
peitscht den Wind durch die Straßen
bringt den Sommer zum Schlafen!

Noch scheint der Himmel morgens blau
doch ist’s nur Illusion
erst kommt ein Windhauch auf
dann wird’s stürmisch und laut
die Regenwolken warten schon!“


Bald tragen die kleinen Feen und Elfen
wieder Schals und Mützen
und schwirren blind und zitternd
durch den Nebel über den Pfützen

*

Vom Träumen träumen ist – 
wie im Springbrunnen baden
Tropfen glitzern auf sonnenwarmer Haut
lachend durchs Wasser waten
während man in Gedanken 
Luftschlösser baut

Vom Träumen träumen ist – 
wie barfuß hopsend durchs Dorf 
Steinchen zwischen den Zehen
sich kringelig lachen
bis der Bauch tut weh
kribbeliges Brausepulver 
naschen

Vom Träumen träumen ist – 
 
wie auf der Wiese liegen
im hohen Gras versteckt
dem Zirpen lauschend
während am Himmel die Wolken ziehen
und der Wind sanft dich sanft neckt

*

09. November 1989

Ein Donnerstag Abend so wie immer
die Alten schauten schwarz-weißes SinnlosGeflimmer
wir verschwanden heimlich im Abendlicht
was der Abend bringen würde, ahnten wir nicht!


Unterdessen in Berlin auf einer Pressekonferenz
Schabowski sitzt gelangweilt neben Egon Krenz
und brabbelt leise vor sich hin:
„Alle dürfen jetzt reisen, nicht nur die Rentnerin!
Das haben wir so beschlossen!“
Auf die Frage: „Ab wann?“,  nuschelt er verdrossen:
„Ich glaube, das gilt…äh…gleich…also…ab jetzt.?!
Mit diesen Worten hat er uns alle in Aufruhr versetzt!


Wie ein Virus machte diese Kunde
in Windeseile in der DDR die  Runde
von Nord nach Süd  – von Ost nach West
hat sich fast jeder in irgendein Fahrzeug gesetzt
und ist nach Berlin gewetzt!


Wir haben uns an den Grenzübergängen getroffen
wagten aber kaum zu hoffen,
doch nach einigen Diskussionen waren sie offen…
Wir sind Hand in Hand *rübergemacht*
und haben gleichzeitig geheult und gelacht …


Gemeinsam haben wir ihn erklommen
den *antifaschistischen Schutzwall* in Berlin.
Mit der Mauer in unseren Köpfen
kriegen wir das aber auch noch hin!
Wir sind zusammen doch die Generation
mit der friedlichen Revolution…

*

Lieblingsmenschen

Es gibt Menschen
mit denen versteht man sich sofort
ohne sich wirklich zu kennen
immer besser von Wort zu Wort
von Satz zu Satz
solche Menschen sind aber schwer zu finden
genau wie so mancher Piratenschatz.

Man schüttet sein Herz aus
weil man spürt
man kann auf sie bauen
so entsteht langsam eine Freundschaft
man kann einander vertrauen

Gemeinsame Interessen verbinden
man unternimmt Sachen,
die würde man allein nie machen,
der Spaß und


Nach ziemlicher kurzer Zeit merkt man
dass man sich nicht mehr vorstellen kann
ohne diesen Menschen zu sein
man wär‘ ja unglücklich und allein.
Und so wurd‘ aus einer völlig Fremden
einer meinen liebsten Lieblingsmenschen.

*

Seit meiner frühesten Kinderzeit
standen sie an jeder Ecke bereit,
meine  Freunde, die sonst keiner sah,
wenn ich sie brauchte, waren sie da:

Einhörner, Märchengestalten, Tom Sawyer
nahmen mich mit zu Abenteuern.
War die Welt nicht so, wie sie sein sollte?
Dann erträumte ich mir eine, so wie ich sie wollte:

Niemals gab es Zank und Streit,
die Großen hatten immer Zeit,
sie hörten zu und schimpften nie
über meine blühende Fantasie.
                           *
Meine Mathenoten waren egal,
weil ich ja Bücher schreiben wollte,
ich träumte von Lesungen im großen Saal
vor ganz, ganz vielen Leuten.
Ich wollte die Menschen glücklich machen,
Geschichten und Gedichte erfinden,
damit sie fröhlich sind und lachen.
                         *
Mein allergrößter Kindertraum,
verblasste im Lauf des Lebens.
Vergessen waren die Freunde,
die sonst keiner sah,
sie verschwanden,
waren einfach nicht mehr da,
ich suchte sie vergebens! 

Wann hört man auf, ein Träumer zu sein?
Wenn man nicht mehr Kind ist und klitzeklein?
Wenn die Monster unterm Bett nicht mehr im Dunkeln wohnen,
sondern im Bundestag am Schreibtisch thronen?!

Wenn man nur noch an sich selber denkt
und anderen nicht mal ein Lächeln schenkt?!
Wenn Geld und Macht haben auf einmal mehr zählt,
als eine glückliche, bessere Welt?!

Die Mühle des Lebens – ich trat sie lange,
sobald ich nachdachte,
wurde mir bange:

Der Alltag fraß mich auf, 
ich kam aus dem Trott
einfach nicht mehr heraus.
Träume und Fantasie
wurden verdrängt von
Realität und Monotonie…
was ist das für ein Leben?
Das wollte ich doch nie!

Kann man das Träumen neu erlernen?
Wie greift man wieder nach den Sternen?
Kann man seine Fantasie  wiederfinden?
Kindheit und Jetztzeit miteinander verbinden?

Bea Reszat schrieb ein Buch,
das machte mir und allen Träumern Mut,
plötzlich glaubt man wieder an sich selbst und auch daran,
dass man seine Träume
nicht nur träumen, sondern erfüllen kann.
Der Zauber und die Magie aus der Kindheit
machen das Leben wieder bunt und heiter,
die richtigen Worte zur richtigen Zeit
und das Träumen geht weiter und weiter und weiter.

Träumen – Ein Sehnen
nach dem vermeintlich Unerreichbaren –
Aufgeben oder Annehmen
unendliche Traurigkeit
kribbelnde Vorfreude
– Abenteuer Mut Hoffnung –

Sonnenschein
Hitze und Strand
schwitzen im heißen Sand
dem Meeresrauschen lauschen
Muschelscherben aufheben
für immer hier leben

An der Bar
der Lieblingsstar
unerreichbar
so fern und doch so nah
von weitem den Coolen bewundernd zusehen
die einfach hingehen
sich selbst nicht verstehen

Bücher schreiben
Lieder singen
Spaß und Freude bringen
Talente ausleben
aus sich heraus gehen
das Unmögliche anstreben
alles geben

Träumen – Ein Sehnen
nach vermeintlich Unerreichbaren –

Aufgeben oder Annehmen
unendliche Traurigkeit
kribbelnde Vorfreude
– Abenteuer Mut Hoffnung –

*

Damals –
als Kinder
kurze Hosen im Winter

schwebend
übers glatte Meer
aus Zuckerwatte
schlafend im Kleefeld
wo man süße Träume hatte
von Einhörnern und Drachen

Monster –
im Schrank, unterm Bett

besiegt mit Taschenlampenlicht
und einem lustigen Gedicht
bis sie sich kringelnd vor Lachen
auflösten und eindösten

Freunde –
das wichtigste überhaupt
ausgelassen und laut
auf der Straße tobend
ohne Rücksicht auf zerschlagene Knie
so glücklich wie nie

Erinnerungen –
so verklärt, niemals verkehrt
die schlechten Dinge
sind verschwunden
vergessen, ertrunken
im Lebensmeer
früher war immer alles besser?
Oh nein, heute weiß man einfach mehr
😉
*

Spaziergang

Ich spaziere durch meine Gedanken
schaue nach links
nach rechts
gehe durch die Schranken
schlag mich durch’s Geflecht:

Ganz hinten in der Ecke
sehe ich mich
als kleines Mädchen
spielen hüpfen lachen
Blödsinn machen

Wie Wachtürme ragen Menschen
um mich herum
die Stimmung verändert sich
wird plötzlich kalt
die Erwachsenen zerren und
und schreien
dass es durch die Gänge hallt
und ich muss weinen

Warum?!

Etwas weiter vorn
wirkt die Stimmung
nicht wirklich viel gelöster
nur ich bin jetzt größer
kletterte ich durchs Fenster
haue einfach ab
verschwinde in der Dunkelheit
zurück nur ein Parfümhauch bleibt.

Freundschaft und Liebe
Verbitterung und  Hass
Ironie und Seitenhiebe
es ist, als laufe ich auf Glas
zwischen Kindheit und Erwachsensein
verbirgt sich nicht viel Spaß!

Warum?!

Dort drüben wirkt es hell
Glitzerkugeln leuchten
darunter junge Menschen
trübe Stimmung gibt es nicht
Gefühle erkennt man nicht
im grellen Discolicht
Gedanken kann man nicht hören
die würden hier auch nur stören
betäubt von Alkohol
fühlt man sich frei und wohl

Man blickt nicht in die Zukunft, man blickt nicht zurück
man lebt ohne viel nachzudenken
nur für den Augenblick

Warum?!

Der Spaziergang stimmt mich traurig
ihr seht so klein, so einsam aus
wie gern möcht ich euch sagen,
hört auf am Leben zu verzagen…
habt Spaß und kämpft für euer Glück
denn sonst kommt es
niemals wieder zurück
Ich weiß es… Ich bin ihr 💚

*

ständig Chaos im Leben
niemals Ruhe geben
alles knallig erleben
immer Trubel und laut
wie jemand, der wild
aufs Schlagzeug haut


nie still sitzen und zuhören
ständig durch Zwischenrufe stören
sich tanzend durch den Tag swingen
dabei laut und falsch singen
alles durcheinander bringen


nie einer Meinung sein
wenn etwas nicht passt
auch mal laut schrei’n
wütend werden, wenn jemand etwas fragt
nicht reagieren, wenn jemand etwas sagt


immer dann etwas wollen,
wenn es gerade nicht passt,
einfach wieder gehen
und flüstern,
wie sehr man das LEBEN hasst


doch immer sicher sein
man wird geliebt
ist nie allein
und…
die Pubertät geht vielleicht
– irgendwann-
auch mal wieder vorbei

*

Mein Paradies

Grüne Wiesen
bunte Zauberblumen thronen
vor weißen Häuschen
in denen wir wohnen
kein Streit, kein Krieg stört das Bild
das Paradies – wie ich es will

Blauer Himmel – Segelflieger
Baumwipfel schwingen auf und nieder
der Horizont
ganz nah in seiner Weite
ein leises Rauschen
hört man von der Seite
und das Zirpen der Grillen
das Paradies, wie ich es will


Sonnenblumen stehen am Wegesrand
erzählen das Lied der Liebe
ach – wenn es für immer so bliebe!
Nette Menschen an meiner Seite
zusammen im Schaukelstuhl sitzen
ganz leise – ganz still
das Paradies – wie ich es will

*

Ohrenbetäubende Stille
lautloses Krachen

leises Weinen,
kein Kinderlachen
Die Sonne scheint grell,
trotzdem wird es nicht hell.

Bomben fallen,
den Aufprall hört man
durch die Ruinen hallen
dort, wo sich die Kinder verstecken

in staubigen, dunklen Ecken.

Bisher haben sie überlebt,
vergessen von einer Welt,
in der nur Wohlstand und Kohle zählt.
Keiner hält sie tröstend im Arm,
keiner sagt ihnen gute Nacht,
keiner ist da, wenn sie wieder erwachen.

Wann durften sie das letzte Mal
über grüne Wiesen laufen,
in einem Fluss baden
in einer Schule lernen
sich ein Eis kaufen?
Wann durften sie das letzte Mal Kinder sein…
frei, sorglos, lebendig und klein?!

Die Kinder von Syrien und Südsudan
vom Drogenkrieg in Mexiko,
von Jemen, Mali und Pakistan
sie alle klagen uns an!

WARUM hilft ihnen denn keiner?!
*

Ich hab geträumt als kleine Maus
ich zieh in die weite Welt hinaus
werde berühmt und
heirate einen reichen Mann
(Das war mir echt wichtig, darauf kam es an 🙄)
Bin immer glücklich
und hab keine Sorgen
freue mich jeden Tag auf morgen

… und was passierte dann?

Man sagte mir
als die Schulzeit begann
jetzt fängt der Ernst des Lebens an
Du musst viel lernen, musst viel schaffen
und etwas aus deinem Leben machen.
Nur so
das musst du einfach glauben
kann und muss dein Leben laufen!

… und was passierte dann?

Als Teenie ging es mir nicht gut
ich fühlte Angst, ich fühlte Wut
Keiner war da, der mich verstand
kein Trost, kein Wort, keine helfende Hand
So richtig glücklich war ich nur
mit Udo Lindenberg auf den Ohren
und im Glas Wodka pur

… und was passierte dann?

Ich flippte durch Raum und Zeit, ohne Plan
nahm jeden Tag, so wie er kam
mein Leben fing meist erst mittags an
Ratschläge habe ich ignoriert, dafür war ich zu sehr
auf feiern und Spaß fokussiert

… und was passierte dann?

Es kommt einmal der Punkt im Leben
da fragt man sich:
Mehr wird’s nicht geben?
Nur feiern und ziehen
von Rausch zu Rausch
jeden Morgen wach werden auf einer anderen Couch?

Und was passierte dann?

Ich fing zu leben an!
Hörte auf mein Bauchgefühl
feierte nicht mehr so viel
fand die Liebe meines Lebens
und bin ihr immer noch ergeben
Ich baute mir ein Nest
in dem sich’s leben lässt

Die große, weite Welt?
Die dreht sich ohne mich
ich bin nicht berühmt
hab nicht viel Geld…
Doch ist mein Kindertraum erfüllt:
ICH BIN GLÜCKLICH

*

Wenn wir aufwachen,
sind unsere Alpträume verschwunden?
All unsere Ängste überwunden?
Ach was!
Im frühen Morgenlicht
sieht man nur die Sorgen nicht!

Man erwacht voller Mut,
voller Kraft,
man denkt, heute schafft
man alles,
vielleicht…
man sein Ziel doch erreicht?


Voller Frohsinn,
im Gesicht ein Lachen,
zieht man los
um zu tun und zu machen.
Sorgen lässt man Sorgen sein,
sie verblassen im Sonnenschein.

Doch kaum im Alltag angekommen
prasselt alles auf uns ein…
macht uns wieder ängstlich und klein 😔
Die stolze Haltung vom Morgen,
wieder im Innern verborgen,

der lächelnde Blick
– nur Erinnerung –
man zieht sich zurück.

Kopf hängen lassen,
die Wangen erblassen,
die Augen trübe und leer…
die Schultern sacken nach unten,
sind viel zu schwer.

Jetzt hilft nur noch Musik aufs Ohr,
die kleine Frau da drinnen
singt dir von Hoffnung vor,

trägt dich ganz leise
nimmt dich mit auf große Reise,
dorthin, wo du an dich glaubst,
dorthin, wo du DU bist
und nicht irgendwer…
dorthin, wo du voller Mut bist und nicht kraftlos und leer!

*

Seifenblasen machen
sie fangen
sich dabei kringelig lachen
durch Pfützen springen
lauthals lustige Lieder singen
im Gras liegen
den Blick nach oben
Wolkentiere suchen
im Regen toben
Feen sehen
mit ihnen ins Traumland fliegen
mit Drachen kämpfen
glorreich siegen
Nie müde sein
trotzdem überall schlafen
Umarmungen – ein sicherer Hafen
die Welt schillernd und bunt
manchmal eine Scheibe
manchmal rund
Mal die Sonne grün
den Himmel pink
Weil wir einfach glücklich sind ❤️

*

Manchmal möcht‘ ich
von einer hohen Klippe
springen:

Dieses Gefühl zu fliegen,
die Arme auszubreiten,

sich gleiten zu lassen,
durch die Luft zu schwingen,
mit dem Wind im Gesicht
dem Kribbeln im Bauch,
Willst du das manchmal auch?

Dieses Gefühl,
ins helle Licht zu laufen,
nicht mehr

im Schatten zu leben,
die Welt zu verändern,
etwas zu bewegen
… wenn auch nur im Kleinen.
Aufhören,
im Innern leise zu weinen,
auch mal laut zu schreien,
wenn Unrecht geschieht,
ein Lied darüber schreiben,
damit es jeder hört und sieht…

Dieses Gefühl,
Mut zu haben,
sich etwas zu trauen,
Probleme
nicht zu vergraben.
keine Mauern zu bauen.
Vertrauen und Liebe
Verständnis und Vergebung
zu nehmen, zu geben
zu lieben, zu leben.

*

Frühling ist…
zarte Sonnenstrahlen, die kecken
die mich sanft wecken
Vogelgezwitscher in den Ohren
lächelnde Gesichter jeden Morgen
Blumenblühen, Knospensprießen
Frühling ist…
das Leben neu genießen

Frühling ist…
das Gesummel und Gebrummel
der ersten, kleinen verwirrten Hummel
Die Samen
die aufs Einpflanzen warten
das erste, zarte Grün im Garten
Frühling ist…
einen Neuanfang starten

*

Wie Gewitterwolken am Himmel droben
Wind und Regenschauer durchs Land
in unserem Kopf toben
Der Sturmwind weht schlechte Erfahrungen weg
zurück bleibt nur ein kleiner Fleck…


Eine weite, vertrocknete Fläche
eine Wüste ohne Vegetation
die Erinnerungen hier
können uns nicht mehr brechen,
verloren, vergessen wurden sie schon…

Die Vergangenheit sich wie ein roter Faden
durch unsere Leben schlängelt
sich manchmal einfach dazwischen drängelt
machtlos schauen wir dabei zu
Das Früher raubt die mühsam erkämpfte Ruh…

Warum wollen wir sie nicht in unserem Leben
irgendwann müssen wir ihr doch vergeben
das Leben will geliebt werden
das Jetzt und die Zukunft gelebt
und tief in dir drin weißt du,
dass es ohne Vergangenheit nicht geht.
*

Das Ungewisse

in den Himmel schauen
auf sich selbst vertrauen
die Zeit verkürzen
los stürzen
auf nichts warten
einfach starten

Ich ziehe los
ins Ungewisse
sehe nur vage Umrisse
hab nichts zu verlieren
was kann denn schon passieren

die Welt erleben
im siebten Himmel schweben
Träume erfüllen
Leben nach meinem Willen
auf keinen anderen hören
niemanden mehr stören

Ich ziehe los
ins Ungewisse
sehe nur vage Umrisse
habe nichts zu verlieren
was kann denn schon passieren

keinem mehr glauben
weil sie mein Vertrauen missbrauchen
falscher Freundschaft das Leben aushauchen
und abtauchen

Ich ziehe los
ins Ungewisse
sehe nur vage Umrisse
habe nichts zu verlieren
was kann denn schon passieren

Versprechen,
egal ob falsch oder echt
kann man brechen
sind nicht ernst gemeint
wird nur eingeschleimt
man fühlt sich hintergangen
wann hat das angefangen?

Ich ziehe los
ins Ungewisse
habe nichts zu verlieren
was kann denn schon passieren

alles hinter mir lassen
nie wieder etwas verpassen
Lebensfreude, Abenteuer
der Pfad ist schmal und lang
doch ist mir nicht bang

Ich ziehe los
ins Ungewisse
habe nichts zu verlieren
was kann denn schon passieren

*

Nachts, wenn 
die Monster durch die Straßen wandern
und man sieht all die komischen Anderen
die  sich auch gern an der Dunkelheit laben
und keine Angst vor Monstern haben

Nachts, wenn
es unheimlich im Sternenlicht funkelt
und man leis in der hellen Stube von Mord und Grausamkeit munkelt
man auf der Straße sieht scheußliche Fratzen
und es dann nur sind die Schatten der Katzen
die herumschleichen auf leisen Tatzen

Nachts, wenn
die Glühwürmchen leuchten, die Eulen schreien
die Moorlichter glitzern im Vollmondschein
wär ich gern mal da draußen allein
ohne Angst und ohne  Pein
wie gespenstisch schön muss das sein!

*

In meinem Kopf ist es so laut,
meine Gedanken feiern Party
bis zum Morgengrauen spielen sie
mir die Schlaflos- Sinfonie.

In meinem Kopf ist es so laut,
weil ich da grad ne Mauer bau,
dahinter kann ich Schmerz und Frust
für ein Weilchen hinverstau’n.

In meinem Kopf ist es so laut,
davor kann ich mich nicht verstecken
hab’s schon versucht, in dunklen Ecken
und hinter dichten Hecken.

Ich muss mal raus
aus dem Chaos
einfach losfahr’n
ohne Ziel, ohne Plan
zum Seele baumeln lassen
um klare Gedanken zu fassen

Damit es im Kopf wieder leis wird und still

*

Wir standen zitternd
im Fahrtwind des Lebens
winkten uns zu
und warteten vergebens
auf ein Wiedersehen

Wir standen traurig
auf verschiedenen Seiten
des Flusses
und wussten auch nur
das wir nicht wussten
auf welcher Seite wir stehen

Wir standen ängstlich am Abgrund
bereit zu springen
gemeinsam
doch du hast losgelassen
nun bleib ich zurück
einsam

*

Tausende von Kilometern
in meinen alten Tretern
auf kaputten Straßen
durch dunkle Gassen
bin ich gelaufen
ohne zu glauben
irgendwo anzukommen
Meine Sicht auf die Dinge
– viel zu  verschwommen

So ist es eben
ich liebe das Leben

Immer weiter laufen
ohne Verschnaufen
noch so viel erreichen
noch soviel sehen
bin ich ankommen,
wenn ich bleibe stehen
keinen Kilometer zu viel
ohne Ziel

So ist es eben
ich liebe das Leben.

Wie eine Wundertüte
voll mit guten und schlechten Sachen
lass die Dinge geschehen
du kannst sowieso nichts machen

So ist es eben
das Leben

*

Manche Tage sind wie Geschenke,
die unerwartet kommen
Sie sind verpackt,
werden erfreut entgegen genommen,
doch man weiß nie
was einem beim Auspacken erwartet.

Das Leben ist zu kurz,
um Zeit zu verschwenden
ab und zu muss man auch überdenken
ob man ewig im Clinch liegt
oder besser einfach vergibt

Kein Mensch ist fehlerfrei
wir sagen Dinge, die wir gar nicht meinen
um dann nach der ersten Wut
alleine zu Hause darüber zu weinen
statt einfach zu sagen, es tut mir leid
aus Angst und Schmerz ging ich einfach zu weit

*

❤️
verloren in einer Welt
in die ich nicht gehör‘
ganz hinten…
in der letzten Reihe
damit ich keinen stör‘

unendlich traurig
unverstanden
wie konnte ich bloß
hier hinten landen?

Ich will abhauen
woanders leben

allein für mich
nach etwas Besserem streben

unsichtbare Stangen
getarnt als Familie, Freunde
halten mich ausbruchsicher gefangen
sonst wäre ich schon lange gegangen

der Ausgang so fern, so weit
führt als schmaler Grat
igendwann zurück zu mir
durch Raum und Zeit

sehr schmerzlich und mühsam
kostete viel Kraft
daraus gelernt? niemals…
bin immer noch ein Träumer

doch hab es jetzt
in die erste Reihe geschafft

*

Weihnachtszeit

Kalte Luft
Eiskristalle funkeln
Sternenglanz
Lichter leuchten im Dunkeln

strahlende Kinderaugen
die an Christkind und Weihnachtsmann glauben
eine Welt voller Märchen und Magie
ein kleiner Funken davon
verlässt Dich nie

Leere Straßen
stille Gassen
die Stadt verlassen
alle vereint
in ihrem Glauben an Gemeinsamkeit

Augenblicke, die in sich  ruhen
nichts tun, der Stille lauschen
ausruhen
Augenblicke, die alles vereinen,
lassen die Welt friedlich erscheinen

und vertraut
nicht still
nicht laut

Die Welt in Europa
voller Glimmern
auf der anderen Seite der Welt
lautes Wimmern
große Kinderaugen
voller Fieberglanz
ohne Glauben
Hunger und Krieg
tanzen den Todestanz
Bomben fallen
Schüsse hallen
Menschen fliehen
alles verloren, kaputt
die Welt
voller Asche und Schutt

*

Frauentag

An einem Tag vor langer Zeit
haben sich Amerikas Frauen vereint:
Sie nähten Schärpen
und klebten Plaketten,
auf denen stand,
dass sie auch gern das Wahlrecht hätten!
Man nannte sie *Die Suffragetten*

Als Vorbild wurden sie genannt,
als sich in Deutschland der Frauenverband
unter Clara Zetkin formierte
und einen Frauentag deklarierte
die Frauen standen auf und fingen an zu kämpfen
für Freiheit,  für Gerechtigkeit
und ihre Unabhängigkeit

*

*Wunderanschubser*
sind unglaubliche Menschen,
die Sternenstaub und Magie
verschenken
ohne groß drüber nachzudenken

*Wunderanschubser*
sind unglaubliche Menschen,
die anderen Mut machen
Tränen wegwischen
und Träume entfachen

*Wunderanschubser*
sind unglaubliche Menschen,
die können zaubern:

Hoffnung ins Leben
Lächeln in traurige Gesichter
Glanz in stumpfe Augen

*Wunderanschubser*
sind unglaubliche Menschen:
sie malen,sie rappen
sie tanzen, sie springen
schreiben Bücher und Texte
machen Fotos und singen

Unseren *Wunderanschubsern*
können wir „Danke“ sagen
indem wir ihrer Botschaft zuhören
und in die Welt hinaus tragen

*

Ich wär‘ so gern ein Visionär
ein Weltverbesserer
doch gibt das mein Ego
einfach nicht her
Ich bin halt nur
ein klitzekleines Rädchen
im großen Weltverbesserungslädchen


Ich wär gern laut
damit man mich hört
ich wär gern bunt
jemand, der das Alltagsgrau zerstört
ich wär gern groß
damit mich jeder sieht
ich wäre gern ein Stein
der vorwärts rollt
nicht jemand
der nach hinten flieht


Doch ich bin nur
wie all die anderen
die zwar träumen
doch nie aus der Reihe wandern


Aber wenn wir aufhören, andere zu hassen
weil sie uns anders erscheinen
wenn die Großen die Kleinen vorlassen
die Traurigen aufhören zu weinen
die Leisen hinter den Lauten schreien
die Farblosen sich mit
den Bunten vereinen…


💚 dann werden wir Visionäre sein 💚
*

Wenn ich reden soll,
bin ich still,
wenn ich mir etwas wünschen darf,
weiß ich nicht, was ich will
ist es gerade dunkel,
möchte ich zum Licht,
bist du gerade bei mir,
will ich dich nicht.

Regnet es, möchte ich Sonnenschein,
sind viele Menschen um mich,
wäre ich lieber allein,
im Sommer denke ich ans Schlitten fahr’n
im Winter hätte ich es gern *indenPoolspring* warm
Ich will immer das, was gerade nicht geht
ich bin nämlich die, die sich selbst im Weg steht.
*

zwischen Menschen
ein dünner Faden erst
der sie verbindet
je länger es andauert
sich zum Seil windet
stark und heilend
irgendwie befreiend

ohne Worte verstehen
auch wenn sie sich nicht oft sehen
einander vertrauen aufeinander bauen
füreinander einstehen

den Schmerz bemerken, tröstend zuhören
nicht durch leere Worte stören
zusammen stark sein
nie wieder einsam und allein

– Das ist Freundschaft –

*

Träume hat jeder
überall auf der Welt
einer träumt von Glück
und Frieden
der andere von Macht
und Geld

Träume hat jeder
überall auf der Welt
die einen träumen
von ausreichend Brot
die anderen
von einem großen Boot

Träume hat jeder
überall auf der Welt
doch egal, was man träumt,
alles kostet Geld
und das ist sehr ungerecht
verteilt auf der Welt…

*

Mama Annedore
Du hast Angst, Hunger
vielleicht auch Schmerzen
trotzdem sieht keiner nach dir
du lebst im Elend
allein und verlassen
bist noch zu klein, um dein Leben zu hassen
verstehst es noch nicht

Liebevolle Arme
tragen dich ins Warme
ein Mensch mit Herz
streichelt weg deinen Schmerz
jeden Morgen kannst du nun
die Sonne sehen
darfst zur Schule gehen
Hoffnung wird dir gegeben
der Weg gezeigt in ein besseres Leben
*

Gute Laune  –  wie die strahlende Sommersonne
Wohlfühlgefühl  – wie Schokolade essen voller Wonne
Laut singen  – glücklich so tun, als ob man es kann
so fängt das SchwessiFeeling an 🤩💚😂

Ich möchte tanzen, ich möchte springen
so ist es immer, wenn ich sie hör‘ singen,
so mancher guckt dann schief und schräg
weil öffentlich fröhlich sein einfach nicht geht…
bei mir aber schon, weil ich im SchwessiFeeling schweb‘ 🤩💚😂

Ich höre es mal laut, dann wieder leise,
jedes Lied auf seine Weise
Schwessis Musik macht süchtig
man will immer mehr
ich mag dieses Gefühl so sehr:
Das ist wie Seelenpeeling
dieses SchwessiFeeling 🤩💚😂

*

Die Erkenntnis, die ich gewinne, ist…
dass ich keinesfalls spinne
wenn ich durch Pfützen springe
die Tautropfen zähle
und Einhörner zähme

wenn ich barfuß mit den Kobolden
um die Wette laufe
danach auf einem Baumstamm verschnaufe
und zuschaue wie sich Bärenkinder raufen

wenn ich mit Trompetenkäfern musiziere
und wie eine Nachtigall tiriliere
wenn ich überall Glitzern sehe
und auf den Blumen Elfen erspähe

Wenn ich mich ganz klein mache
dabei vor mich hin lache
auf meiner Schildkröte reite
in einem Bild aus bunter Kreide…
Ihr seht es vielleicht nicht

aber ich bin total frei und glücklich
*

Sonnenkind

badend im Blumenmeer
springend durch grüne Wiesen
lächelnd voller Wonne
auf dem Kopf
eine glitzernde Krone
vom goldenen Licht der Sonne
die Haare flatternd im lauen Sommerwind
das ist das Sonnenkind

Träume schweben
schillernd, voller bunter Farben
sammeln sich in goldenen Garben
Wolken aus Sternenstaub steigen geschwind
in den blauen Sommerhimmel
in der Phantasie vom Sonnenkind


Lagerfeuer, Gitarrenklänge,
wir lauschen den leisen Gesängen
der flackernden Flammen
im Sommerabendlicht.
während wir im warmen Gras liegen und träumen
unter dem grünen Dach der wilden Bäume,
das Licht langsam erlischt
das Abendrot sich am Horizont bricht
der Funke in der Glut leise singt
dann schläft es sanft ein – unser Sonnenkind

*

Im Wald
geheimnisvolle Ecken
im raschelndem Laub
viel entdecken
Schattenspiele im Staub

Knirschen und Knacken
unter Schuhen
Knallen und Klackern
fallende Kastanien
die Tiere ruhen

Nebel fließt sanft
Windhauch flüsternd
durch Baum und Strauch
alles verblüht
glüht
in der Dämmerung
langsame Bewegung
ohne Schwung

*

sie zerren an dir
schreien dich an
dies und das machen
sollst du

doch dir hören sie nie zu
weil du zu leise sprichst
sie schauen dich nicht an
sehen die Tränen
in deinen Augen nicht

du wirst klein gemacht
und ausgelacht
Du bist wie unsichtbar
keiner nimmt dich wahr

*

Du hast mir das Tanzen beigebracht
hast mich geschminkt
so wie mit dir
hab ich zuvor mit noch niemandem gelacht
aus einem ICH und MIR
wurde ein WIR
Damals – als wir 16 waren

Wir sind durchs Leben geflippt
Partystippvisiten
Shoopingtouren
für uns gab es weder Zeit noch Uhren
wir liebten das Leben
Partygirlies eben
Damals – als wir 20 waren

Der Ernst des Lebens
erwachsen sein
nicht mehr nur an sich denken
doch wir ließen uns nicht allein
hielten immer noch zusammen
wie früher als es hat angefangen
Damals – als wir 30 waren

Dann zogst du fort
und warst plötzlich
so fern und fremd
ich konnt‘ es gar nicht glauben
durch meine Schuld 😔
verloren wir uns aus den Augen
Jahrelang war ich traurig
wusste nicht so recht warum
die Funkstille lag ja an mir
Stolz machte mich stumm
Mein Schatten war zu breit
zum Drüberspringen war es viel zu weit
Damals – als wir 40 waren

Ein Anruf –
du warst wieder in meinem Leben
als hätte es die Stille zwischen uns nicht gegeben
Alles wieder wie früher
als wäre keine Zeit vergangen
wir zwei gegen den Rest der Welt –
so wie es vor 30 Jahren mit uns hat angefangen
Lass uns die alten Träume erfüllen – JETZT
*

Jetzt sitz ich schon wieder im Zug,
die Zeit rast wie im Flug
hab nur ein paar Stunden, um runter zu kommen
seh die Welt noch knallbunt und etwas verschwommen
was haben wir unplugged für Gipfel erklommen 🤩:


Gefühle und Emotionen
zwischen Höhenflug und Absturz zerstoben,
himmelhoch jauchzend, den Tränen nah vor Glück
mit dem nächsten Song stürzt man

aus dem Traumland zurück,
knallt fast auf den Boden,
doch wird man aufgefangen
und wieder nach oben gehoben.


Mikroschwingend tanzt Udo durch die Reihen,
schaut ganz tief in so manche Augen,
wie ein Zauberer verteilt er Lichterglanz und Hoffnung,
so magisch,
man kann es fast nicht glauben.
Und kann nur noch denken:
‚Bitte lasst es nicht enden…‘
Doch mit der Sternenreise
schickt Udo uns ganz leise
wieder in die Wirklichkeit zurück
mit dem Versprechen:
Ich komme wieder und
wir ändern die Welt noch – Stück für Stück!

*

Sommerfeeling – ein Leben wie Huckleberry Finn

Am See liegen
Sonnenbrand kriegen
in einem Stoffhaus schlafen
auf Betten zum Aufblasen
mit Mückenstichen und braungebrannt
träumt man vor sich hin –
Ein Leben wie Huckleberry Finn

Holz fürs Lagerfeuer hacken
Stockbrot backen
bis tief in die Nacht um die Glut sitzen
nachts im Schlafsack schwitzen
langsamer als sonst die Zeit verinnt –
Ein Leben wie Huckleberry Finn

mit den Kids spielen
mit Spritzpistolen auf den Sonnenbrand zielen
ein Floß bauen
sich damit auf den See trauen
schreien wie ein Pirat unter Captain Flint
Eisspuren am Kinn –
Ein Leben wie Huckleberry Finn

entspannt und naturverbunden
für ’ne Weile aus dem Alltag verschwunden
Stress aus dem Leben verbannt
Zeit haben, Geschichten erzählen
einfach mal leben
ohne Suche nach einem Sinn –
Ein Leben wie Huckleberry Finn

*

Ich sehe Monster im Weg stehen
mit Klauen aus Ästen und Blättern
ich trau mich nicht herum zu gehen
oder über sie zu klettern.

Sie wispern, knistern und rauschen
mit kratzenden, rauhen Stimmen
ich bleibe stehen, um zu lauschen
kann dem Bann nicht entrinnen:

„Er kommt, er kommt…
mit Sturm und Regen
schickt Hagel und Nebel  verwegen,
peitscht den Wind durch die Straßen
bringt den Sommer zum Schlafen!

Noch scheint der Himmel morgens blau
doch ist’s nur Illusion
erst kommt ein Windhauch auf
dann wird’s stürmisch und laut
die Regenwolken warten schon!“

Bald tragen die kleinen Feen und Elfen
wieder Schals und Mützen
und schwirren blind und zitternd
durch den Nebel über den Pfützen

*

Am Ende des Tunnels flackert ein Licht
matt
als es hätte keine Kraft
doch ich hör es wispern
als ruft es nach mir
mit geheimnisvollem Knistern

über Steine, durch Rinnsale
muss ich gehen
ich darf nicht nach unten sehen
ich bleibe nicht stehen
ich schau nur nach vorn zum Licht
hoffentlich verblasst es nicht

es summt ein Lied
dem kann ich nicht widerstehen
ist der Weg auch steinig, gefährlich
ich muss ihn gehen
denn am Ende des Tunnels
wird die Erfüllung meiner Träume stehen

*

*
Hass

Ein Gefühl der Macht
ohne Rücksicht
einfach nur zerstören
was jemandem wichtig ist
aus verschmähter Liebe
Eifersucht

Hass
verheißt soviel Leid
manchmal ohne sich zu kennen
oder beim Namen zu nennen
nur eine Geste,
ein kurzer Blick
und es gibt keinen Weg zurück
aus dem Hass

*