Warum Gegensätze sich anziehen – oder wie der  LieblingsIngo in mein Leben raste

Warum Gegensätze sich anziehen – oder wie der LieblingsIngo in mein Leben raste

23. Oktober 2020 2 Von Winnie

❤️
Im Leben begegnen uns viele Gesichter
schön und verschieden
von tausenden Lichtern
leuchtend bunt beschienen
doch für mich zählt nur eins – Deins

❤️
Du hast mir meine Freiheit gelassen
mich nie aufzuhalten versucht
Ich konnte einfach mein Ding machen
ließ es immer irgendwo krachen,
aber zur Ruhe kommen, kuscheln und lachen
das geht nur hier
zu Hause – mit dir

❤️
Ich bin oft sehr laut
meistens gut drauf
habe Spaß am Leben
und kann das weiter geben.
Doch habe ich Weltschmerz
hört nur einer zu
und kann mich trösten
und das bist – Du

❤️
Wir sind schon ewig zusammen,
Vor 26 Jahren (‼️) hat unsere Sternenreise angefangen.
Es gab Höhen und Tiefen
Zeiten, in denen getrennt wir schliefen
immer wieder haben wir uns zusammen gerauft
gestritten 💥 gelacht 😂 an uns geglaubt 🤩
❤️
Mit dir kann ich an die Ewigkeit denken
dir kann ich mein ganzes Vertrauen schenken
Du bist immer da
wenn ich dich brauch
und ich natürlich
für dich auch!

❤️
Ich habe nie wirklich daran geglaubt
dass es so etwas gibt
Bevor ich dich kannte

habe ich niemals jemanden so geliebt!
❤️

Der Monat Oktober hat es in sich. Ich liebe ihn. Trotz Herbst.
Die meisten meiner liebsten Lieblingsmenschen sind im Oktober geboren.
Die meisten meiner liebsten Lieblingsmenschen habe ich
im Oktober kennengelernt.
Der LieblingsIngo hat genullt – am 7. Oktober.
Das Freyerlein konnte am 21. Oktober auf stolze 9132 Tage zurück schauen.
Und der 22. ist sowieso und überhaupt der schönste Tag im Oktober.
Kleiner habe ich es nicht. Aber – Ihr habt danach gefragt.
Also lehnt euch zurück, stellt Chips und Erfrischungsgetränke bereit – hier kommt sie –
die wohl unromantischste Romanze aller Zeiten:

Wie der LieblingsIngo in mein Leben raste

Ich war ein recht glücklicher Single.
Der Märchenprinz, der laut Udo Lindenberg angeblich irgendwie
in meinem Rahmen passen sollte, kreuzte meinen Weg nie.
Ich lernte nur die Knappen kennen.
Die jagte ich ziemlich schnell wieder raus – aus meinem Märchen.
Passte auch so besser zu meinem Lebensmotto:
Drum prüfe, wer sich ewig bindet, ob sich nicht noch was Bess’res findet!

Meine Freundinnen lebten in langfristigen Beziehungen,
mutierten zu spießigen Hausfrauen und bekamen kleine Prinzenkinder,
während ich immer noch von Rausch zu Rausch tingelte.
Mir gefiel dieses ausgeflippte Singledasein
ohne Verpflichtungen einfach zu gut!
Bloß nichts Ernstes…bäh!
Im Sommer 1995 wollte ich dann nämlich endlich verschwinden
und Abenteuer erleben.
So war mein (einziger) Plan.

Am 22. Oktober 1994
war Dorfdisco angesagt. Wie immer. Seit Jahren.
So richtige Stimmung kam da allerdings nicht mehr auf.
Jeden Samstag die gleichen Leute:
sie gaben sich die Kante – prollten herum – schlugen und vertrugen sich.
Wir schauten zu und langweilten uns.
Deshalb schmiedeten wir auch gerade Ausbruchspläne
zwecks Erkundung neuer Disco- Märkte für soziale Studien –
da tauchte ER auf.
Ein Unbekannter! In Jeans und Trampern.
IN TRAMPERN?!
Mein kurz aufgeflammtes Interesse erlosch sofort.
Boarrr – die Dinger gehen ja mal so gar nicht!
Bin ich eigentlich die Einzige, die diese Kultdinger total uncool
fand und findet?
Der Tramperboy grüßte in unsere Runde
– meine Freundin und ihren Freund sogar per Handschlag –
drehte sich zu mir… und ging vorbei.
Ignorierte mich und meine ausgestreckte Hand!
Autsch, das hat mein Partygirl – Ego ziemlich verletzt!
Aber sowieso und überhaupt:
Kerle in Trampern und arrogant – geht ja man gar nicht!
Die konnte ich definitiv NICHT leiden! So!

Der Abend wurde irgendwann doch noch lustig
– als nämlich der arrogante Typ in seinen Trampern neben mir stand
und sich als erstaunlich unarrogant heraus stellte.
Wir flirteten auf Teufel komm raus und unser Zusammentreffen endete
in einer wilden Knutscherei. Wow – Küssen konnte er!
Gegen 1 Uhr verschwand der Tramperboy wieder aus meinem Leben.
In einem schwarzen Sportwagen.

Sonntagnachmittag dann…
Ich erinnerte mich dunkel an den Vergangenen Abend.
Verschwommen sah ich lange Wimpern und spürte noch gute Küsse.
Der Rest…schwarz.
Keinen Namen. Keine Gespräche.
Aber scheinbar habe ich dem Tramperboy meine Adresse verraten.
Machte ich sonst eigentlich nie!
War das Karma? Schicksal? AlkoholAlzheimer?
Was auch immer – er stand vor der Tür und ich…
war auf KEINEN Fall vorzeigbar!
Also ließ ich mich verleugnen. Von meinen kleinen Brüdern.
Das kannten die schon und verloren normalerweise kein Wort darüber.
Aber das Karma schlug mich wieder.
Im Chor tröteten die Bengels in Richtung angeblich leeres Winniezimmer:

„BOARRR; Winnie, der Typ ist cool – den musste behalten,
der fährt‘ nen Ferrari!“

Mist, wie peinlich war das denn?!

Letztendlich war es nicht der Ferrari ( der sich als Honda CRX entpuppte),
es waren nicht seine langen Wimpern (um die ich ihn beneidete)
es war nicht Liebe auf den ersten Blick.
Die funktioniert ja sowieso nur in ganz seltenen Fällen für die Ewigkeit.
Ingos (mittlerweile hatte ich mal nach seinem Namen gefragt) lockere Art, mit meinen kleinen Brüdern umzugehen –
seine Spontanität – dieses Verständnis für meine Verrücktheiten –
und vor allem diese Hartnäckigkeit, mit der Tramperboy immer wieder bei mir auftauchte – machten mich neugierig.

Unsere Begegnungen waren anfangs holperig.
Ich wollte doch nix in Ernst und fest.
Nix mit großer Liebe und so!
Aber irgendwie war der Tramperboy süß und je mehr Zeit wir miteinander verbrachten…
Verdammt! Das war einfach SO nicht geplant!
Ich verliebte mich. Er passte in meinen Rahmen, in mein Leben!
In meinem Freundeskreis kam er gut an.
Ich wollte ihn einfach behalten! Für immer.

Aber eigentlich wollte ich doch auch noch in die Welt ziehen,
ein bisschen herum abenteuern und so.
Und während ich noch mit dem Schicksal haderte –
über verpasste Chancen nachdachte und nicht schlafen konnte –
schlidderte ich, ohne es zu bemerken hinein:
Ins größte Abenteuer meines Lebens!

„…und dann ging es los,
wir war’n wie besessen
wir konnten nicht mehr schlafen
wir konnten nichts mehr essen
Wir waren nur
noch in totaler Aufruhr
wir hingen zusammen rund um die Uhr
Dass das immer so bleibt mit Ewigkeitsgarantie
das war unsere feste Meinung…“
Udo Lindenberg „Meine erste Liebe“

Irgendwie haben wir sie, diese Ewigkeitsgarantie, die Udo besingt.
Jedenfalls bisher – ich weiß nicht, warum das so ist!
Es gibt Dinge, die hinterfrage ich nicht. Die nehme ich einfach so hin!

Der LieblingsIngo und ich turnen immer noch über Spielplätze.
Wir schaukeln und rutschen.
Wir fahren Rennen mit dem Fahrrad
und klauen uns gegenseitig das Essen vom Teller.
Wir sind immer noch die verliebten Youngsters –
bloß nicht mehr 24/7 zusammen.

Wir gehen auch getrennte Wege:
Filmisch und musikalisch zum Beispiel.
Ich liebe Konzerte – LieblingsIngo nicht.
Großstädte mag ich total – der LieblingsIngo nicht.
Dafür schießt der LieblingsIngo gern mit Farbküllerchen – find ich doof.
Action Filme langweilen mich. LieblingsIngo findet Geisterfilme albern.
Es ist wohl wirklich so:
Gegensätze ziehen sich an 🤷‍♀️
Wir sind immer noch mittendrin – der LieblingsIngo und ich –
immer noch zusammen, immer noch unterwegs
auf großer Sternenreise!



Wir lieben uns gigantisch
und weil du in meinen Rahmen passt,
hast du in meinem Leben
den allerbesten Platz
schon seit 26 Jahren 😍

Wir lieben uns gegen die Strömung,
bis ans Ende der Welt,
weil es uns auf der Sternenreise
hinterm Horizont so gefällt
und nur so‘ ne echte große Liebe
zu den richtigen Wundern zählt!

Wir flippen gemeinsam durch die Welt,
sind glücklich und zufrieden,
weil es uns an gar nichts fehlt
und wir uns riesig lieben!

Häng‘ ich auch mal die Zicke raus,
du stehst da drüber und lachst mich aus.
Dafür kannst du manchmal ein Macho sein
und knallst mir verbal richtig eine rein.
Doch kurz darauf umarmst du mich
und flüsterst ganz leise:
„War nicht so gemeint, ich liebe dich!“

Ich sage dir heute einfach nur:
bei uns läuft nicht nur Mon amour…
du bist mein Komplize, mein bester Freund,
der mit mir durch Zeit und Räume streunt,
mich tröstet, mich zum Lachen bringt,
mit mir träumt und mit mir spinnt.

Du bist meine große Liebe, mein Leben,
dass was du mir gibst,
will ich dir wiedergeben.
Wir beide sind…
wie Bonny und Clyde,
wie Susi und Strolch,
manchmal auch
Dr.Jekyll und Mr. Hyde,
oder einfach nur Wingo
kurz für Winnie und Ingo,